Beschwerde­stellen: Hier gibt es Hilfe bei Problemen

Um Probleme mit ihrem Riester-Vertrag aus der Welt zu schaffen, stehen den Kunden mehrere Wege offen. Welcher der richtige ist, hängt von der Art der Beschwerde ab.

Hilfe bei Streit mit dem Anbieter

Wie andere Sparer auch, können sich Riester-Kunden bei Problemen mit ihrem Anbieter an eine Ombuds­stelle wenden. Diese vermittelt zwischen Kunde und Anbieter und kann einen Schlichter­spruch fällen, an den sich die Anbieter meistens halten. Die Bearbeitung der Beschwerde ist kostenlos. Es gibt Ombuds­leute für Versicherer, Banken, Bausparkassen und Fonds­gesell­schaften. Ombuds­leute kümmern sich unter anderem um Beschwerden über falsche Beratung, schlechte Zins­sätze und falsche Bausparsummen. Sie können auch helfen, wenn zum Beispiel der Über­tragungs­wert nach einem Anbieter­wechsel falsch ist. Wer mit dem Schlichter­spruch nicht zufrieden ist, kann immer noch vor Gericht ziehen.

Hilfe bei Ärger mit den Zulagen

Für Beschwerden über Zulagen sind die Ombuds­leute nur in manchen Fällen zuständig. Und zwar dann, wenn es darum geht, ob der Anbieter des Riester-Vertrags Kunden­daten korrekt und frist­gemäß an die Zentrale Zulagen­stelle für Alters­vermögen weitergeleitet hat und ob bei Vertrags­abschluss der Sparbeitrag für die volle Zulage richtig ermittelt worden ist. Die Ombuds­leute über­prüfen nicht das Verfahren und das Ergebnis der Zulagen­stelle. Die Zulagen­stelle ist für Berechnung, Kontrolle und Auszahlung der Zulagen zuständig und wendet sich dafür direkt an Finanz­ämter, Besoldungs­stellen und Familien­kassen. Kunden, die mit der Höhe ihrer Zulage in der ihnen zugesandten Stand­mitteilung nicht einverstanden sind, richten ihre Beschwerde zunächst an den Anbieter ihres Riester-Vertrags. Dieser leitet sie an die Zulagen­stelle weiter. Die Behörde setzt die Zulage für ein bestimmtes Jahr dann endgültig fest. Gegen diesen Bescheid können Sparer bei der Zulagen­stelle Einspruch erheben.

Beschwerde bei der Finanz­aufsicht

Bei Ärger mit dem Anbieter können sich Kunden auch an die Bundes­anstalt für Finanz­dienst­leistungs­aufsicht wenden. Die Behörde schreitet ein, wenn Banken und Versicherungen gegen Gesetze und Aufsichts­regeln verstoßen. Sie kann aber nicht wie ein Ombuds­mann einen Schlichter­spruch fällen.

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