Check­liste für den Vertrags­abschluss

  • Renten­information nutzen. Über­prüfen Sie, was Sie schon für Ihre Alters­vorsorge tun und ob eine Ergän­zung sinn­voll und finanziell möglich ist. Mit der Renten­information, die Sie jähr­lich vom Renten­versicherer erhalten, können Sie in etwa einschätzen, welche Versorgungs­lücke Ihnen im Alter bleibt. Auch die Anbieter Ihrer betrieblichen oder Ihrer privaten Alters­vorsorge müssen Sie jähr­lich über den Stand Ihres Vorsorgekontos informieren.
  • Vorsorgebedarf einschätzen. Unsere kostenlosen Rechner im Internet helfen Ihnen zu ermitteln, was Ihnen im Alter voraus­sicht­lich an Einkünften fehlt und wie viel Sie gegebenenfalls sparen müssen, um die gewünschte zusätzliche Rente zu erreichen (siehe Rechner www.test.de/finanzbedarf und www.test.de/rentenluecke).
  • Kritisch sein. Vertrauen Sie nicht blind den Empfehlungen eines Versicherungs­vermitt­lers oder Bank­beraters, selbst wenn er einen kompetenten Eindruck macht. Informieren Sie sich bereits vor einem Treffen über die verschiedenen Riester-Produkte – zum Beispiel bei uns im Internet unter www.test.de/riester. Fragen Sie nach den Kosten und Risiken des angebotenen Produkts. Lassen Sie sich erklären, warum dieses Produkt gerade für Sie das richtige sein soll, und fragen Sie nach, wenn Ihnen etwas unver­ständlich erscheint.
  • Angebote einholen. Sie sollten auf jeden Fall immer mehrere Angebote eines Produkt­typs vergleichen. Hierzu können Sie die Onlinebe­rechnungen der Versicherer im Internet nutzen, unsere regel­mäßigen Unter­suchungen oder das Beratungs­angebot der Verbraucherzentralen.
  • Zweifel ausräumen. Lassen Sie sich vom Vermittler nicht zur Unter­schrift unter einen Vertrag drängen. Wenn Sie Zweifel haben, lassen Sie sich in einer Verbraucherberatungs­stelle beraten, bevor Sie eine Riester-Rente abschließen.
  • Kosten erfragen. Finden Sie heraus, wie hoch die Abschluss- und Verwaltungs­kosten sind. Fragen Sie bei Fonds­sparplänen nach den Ausgabe­aufschlägen und Depot­gebühren. Informieren Sie sich, wie diese Kosten zeitlich verteilt werden. Erkundigen Sie sich, wie viel Rente Ihnen bleibt, wenn Sie lange vor Renten­beginn aufhören einzuzahlen, also den Vertrag beitrags­frei stellen. Fragen Sie, welche Kosten bei einem Wechsel anfallen und ob es einen Unterschied macht, ob Sie zu einem Produkt des gleichen Anbieters wechseln oder zu einem neuen Anbieter.
  • Flexibel bleiben. Achten Sie darauf, dass der Anbieter Ihnen bestätigt, dass Sie Ihren Beitrag jeder­zeit zu den bei Vertrags­beginn geltenden Konditionen erhöhen oder verringern können, zum Beispiel wenn sich Ihr Einkommen ändert. Lassen Sie sich nicht zur Zahlung eines dyna­mischen Beitrags über­reden. Denn dieser entspricht nicht auto­matisch dem, den Sie zahlen müssen, um die volle Zulage zu bekommen. Fragen Sie auch, ob der im Vertrag fest­gelegte Termin für den Beginn der Auszahl­phase nach­träglich noch aufgeschoben oder vorgezogen werden kann.
  • Dauer­zulagen­antrag stellen. Vergessen Sie nicht, bei Abschluss den Dauer­zulagen­antrag auf den Zulageformularen anzu­kreuzen. Dann müssen Sie die Formulare nicht jedes Jahr neu ausfüllen – zumindest solange sich nichts an Ihren Lebens­umständen ändert, wie Familien­stand, Kinder oder Förderberechtigung.
  • Beratungs­protokoll mitnehmen. Bevor Sie einen Riester-Renten­versicherungs­vertrag oder Fonds­sparplan unter­schreiben, haben Sie das Recht auf ein Beratungs­protokoll vom Vermittler. Darin muss er wiedergeben, wie seine Beratung abge­laufen ist. Verzichten Sie darauf nicht. Es kann Ihnen helfen, wenn Sie nach­weisen müssen, dass Sie falsch beraten worden sind.

Dieser Artikel ist hilfreich. 210 Nutzer finden das hilfreich.