Flexible Förderung: Tipps für das Riestern ohne Job

Über den Ehepartner. Wenn Sie selbst keinen unmittelbaren Anspruch auf Riester-Förderung haben, können Sie sich über Ihren Ehepartner die Zulagen sichern. Voraussetzung: Er hat selbst einen Riester-Vertrag und Sie leben nicht dauerhaft getrennt von ihm. Als Partner einer eingetragenen Lebensgemeinschaft können Sie die gemeinsame Riester-Förde-rung nicht nutzen.

Auf Arbeitssuche. Auch als Empfänger von Arbeitslosengeld I oder II sind Sie förderberechtigt. Bekommen Sie kein Arbeitslosengeld II ausgezahlt, weil Sie zu viel Vermögen haben, müssen Sie darauf achten, dass Sie dennoch bei der Arbeitsagentur arbeitssuchend gemeldet sind. Ansonsten verlieren Sie die Förderberechtigung.

Zu wenig Geld. Auch wenn das Geld zwischendurch mal knapp wird, sollten Sie Ihren Riester-Vertrag nicht kündigen. Ansonsten müssen Sie bei Sparverträgen alle Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen, bei Wohn-Riester-Verträgen ist mit teils sehr hohen Steuerforderungen zu rechnen. Den Vertrag eine Weile ruhen zu lassen, ist die bessere Option.

Während der Elternzeit. In den ersten drei Jahren nach der Geburt Ihres Kindes ist ein Elternteil immer förderberechtigt. Wenn Sie in dieser Zeit ein oder mehrere weitere Kinder bekommen, verlängert sich Ihre neue Elternzeit um die Zahl der nicht genutzten Monate für das zuvor geborene Kind und Sie können für diese Zeit die Riester-Förderung in Anspruch nehmen. Wird zum Beispiel Ihr zweites Kind zwei Jahre nach Ihrem ersten geboren, können Sie von der Geburt Ihres zweiten Kindes an noch vier Jahre in Elternzeit bleiben.

Freiberufler in Elternzeit. Die gesetzliche Rentenversicherung muss Kindererziehungszeiten anerkennen, wenn Sie als Freiberufler einen Antrag stellen. Während der Erziehungszeit werden Sie so vorübergehend versicherungspflichtig in der gesetzlichen Rentenversicherung und haben Anspruch auf die Riester-Förderung. Sind Sie nicht sicher, ob Sie nach der Elternzeit noch förderberechtigt sind, sollten Sie Verträge mit hohen Anfangskosten wie Versicherungen meiden. Banksparpläne sind dann besser. Sie können Riester-Verträge auch ohne Förderung weiterführen.

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