Serie Klauseln verstehen, Teil 5

Unser Rat

Inhalt

Entscheidung. Verlangen Sie im Konflikt mit Ihrem Versicherer eine schriftliche Entscheidung und beschweren Sie sich erst danach beim zuständigen Versicherungs­ombuds­mann oder bei der Bundes­anstalt für Finanz­dienst­leistungs­aufsicht (Bafin). Lassen Sie sich aber nicht vom Versicherer hinhalten. Bleibt Ihr Anliegen sechs Wochen lang unbe­antwortet, beschweren Sie sich beim Ombuds­mann oder bei der Bafin.

Beschwerde. Beschweren Sie sich zuerst beim zuständigen Ombuds­mann. Denn für die Dauer dieses Verfahrens ist die Verjährung unterbrochen, die sonst nach drei Jahren Ihren Anspruch gegen den Versicherer zunichte macht. Zweiter Vorteil: Die Ombuds­männer entscheiden – anders als die Bafin – über Ihren individuellen Fall. Bleibt Ihre Beschwerde erfolg­los, können Sie sich immer noch bei der Bafin beschweren. Hier ist die Verjährung allerdings nicht unterbrochen. Sie können sich nicht zeitgleich an den Ombuds­mann und an die Bafin wenden.

Unterlagen. Nennen Sie in Ihrer Beschwerde Ihren Namen und Ihre Anschrift sowie Name und Anschrift des Unter­nehmens, die Art der Versicherung, die Nummer des Versicherungs­scheins und gegebenenfalls die Schaden­nummer. Fügen Sie der Beschwerde Kopien (keine Originale) vom Vertrag, von den Abrechnungen, dem Versicherungs­schein sowie dem Schrift­wechsel bei.

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