Senseo Kaffeeautomat Philips: Verbrühungsgefahr beseitigt

23.01.2003
Senseo Kaffeeautomat - Philips: Verbrühungsgefahr beseitigt

Philips hat den Kaffeeautomaten Senseo HD 7800 verändert, nachdem die Stiftung Warentest ein Sicherheitsrisiko festgestellt hatte. Bei dem mit großem Werbeaufwand eingeführten Gerät mit „revolutionärem Kaffeebrühsystem“ kann dem Nutzer bisher ein Strahl von bis zu 90 Grad heißem Wasser entgegenspritzen. Philips hat nach eigenen Angaben inzwischen sichergestellt, „dass der Spritzeffekt nicht mehr auftreten kann“. Ärgerlich allerdings: Die alten Modelle werden noch verkauft.

Hotline lässt Kunden im Unklaren

Bisher hat Philips europaweit etwa 2 Millionen Senseo Kaffeeautomaten verkauft. Bei diesen Geräten, so die Senseo-Hotline, könne man „nichts machen“. Die zuständige Aufsichtsbehörde, das Amt für Gesundheit und Verbraucherschutz Hamburg, sieht das anders. Die Maschinen können „durch entsprechende Nacharbeit so hergerichtet werden, dass der Spritzeffekt nicht mehr auftritt“, so das Amt. Philips wäre also am Zuge. Doch Philips verweist darauf, dass bald auf den Packungen der Senseo-Kaffeepads auf das Problem hingewiesen werde. Außerdem stehe die endgültige Entscheidung der Aufsichtsbehörde noch aus. Über weitergehende Maßnahmen, wie die von der Stiftung Warentest geforderte Instandsetzung der Altgeräte, will die Behörde erst entscheiden, wenn die Ergebnisse einer externen Risikoab­schätz­­ung vorliegen.

Aufsichtsbehörde bestätigt Befund

Die Stiftung Warentest hatte Philips und die Aufsichtsbehörde im November über das Risiko verständigt. Die Aufsichtsbehörde bestätigte den Befund, allerdings erst, nachdem sie ein im Handel gekauftes Gerät untersucht hat. An dem Gerät, das ihr von Philips zur Verfügung gestellt worden war, lief das Wasser nämlich harmlos herunter. Kein Wunder: Philips hatte dem Amt ein Muster der neuen Baureihe geliefert.

Tipps

  • Drücken Sie den Auslöseknopf nicht bei geöffnetem Deckel.
  • Stellen Sie den Kaffeeautomaten außer Reichweite von Kindern.
  • Wenn Sie jedes Risiko ausschließen wollen, wenden Sie sich an die Senseo-Hotline unter 0 180 5/73 67 36 (12 Cent pro Minute) und drängen Sie auf Nachbesserung.
23.01.2003
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