Senioren­handys im Test Test

Einfache Senioren­handys mit großen Tasten sollen älteren Nutzern das Telefonieren und Simsen erleichtern. Inzwischen werden zudem spezielle Senioren-Smartphones und -Apps angeboten, die auch komplexere Funk­tionen moderner Internet-Handys zugäng­licher machen sollen. Wir haben 13 einfache und 2 smarte Senioren­handys getestet (Preise: 35 bis 261 Euro). Ob einfach oder smart: Im Test über­zeugen längst nicht alle Lösungen. Nur sechs­mal konnten die Tester die Note gut vergeben.

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TestSenioren­handys im Test05.01.2017
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Handys, Smartphones und Apps für Senioren

Wenn im Alter die Sehkraft, das Hörvermögen oder die Fein­motorik nach­lässt, muss Hilfe her. Schon seit einigen Jahren sind einfache Senioren­handys verfügbar, die das Telefonieren, SMS-Schreiben und -Lesen erleichtern sollen. Spezial­anbieter haben mitt­lerweile aber auch Senioren-Smartphones im Programm. Sie sollen unterwegs auch Internet­funk­tionen wie Surfen und E-Mail zugäng­licher machen. Wir haben beides geprüft: 13 einfache Handys für Senioren sowie 2 Smartphones zweier etablierter Anbieter von Senioren­handys. Zusätzlich haben wir uns einige Software­lösungen angesehen, die ganz normale Smartphones bedienfreundlicher machen sollen.

Tipp: Sie suchen ein herkömm­liches Handy? Tests von hunderten Smartphones und Handys finden Sie im Produktfinder Handys auf test.de.

Unterschiede im Praxis­test

Neben den Prüfungen im Labor durch­laufen die Senioren­handys einen Praxis­test mit neun älteren Menschen. Drei von ihnen haben Probleme mit dem Sehen, drei mit dem Hören und drei mit der Motorik. Ergebnis: Unter den einfachen Geräten sind nur zwei für alle drei Gruppen leicht zu hand­haben. Auch bei den Senioren-Smartphones fällt das Ergebnis zwiespältig aus. Dabei ist das Gerät mit der besseren Gesamt­note nicht für jeden das empfehlens­wertere. Menschen mit Seh- oder Motorik­schwäche kamen im Test besser mit dem Zweit­platzierten klar. Unter den reinen Software-Lösungen über­zeugt am meisten die, die auf Geräten des Smartphone-Markt­führers Samsung bereits vorinstalliert ist.

Notruf kann ins Leere laufen

Alle Handys im Test bieten eine Notruffunk­tion. Wenn der Nutzer die Notruftaste drückt, versucht das Gerät, einen vorher gespeicherten Notfall­kontakt anzu­rufen, ihm eine SMS oder eine Sprach­nach­richt zu schi­cken. Dabei arbeitet das Gerät eine Liste von Notrufnummern nach­einander ab, bis es eine von ihnen erreicht. Dumm nur, wenn die Notrufkette unterbrochen wird, weil sich bei einem der angerufenen Kontakte ein Anruf­beant­worter meldet. Nur sechs Geräte lösen das Problem gut: Wenn der Angerufene die Annahme des Notrufs nicht durch Drücken einer bestimmten Taste bestätigt, wählen sie die nächste Notrufnummer. Bei allen anderen sollte man keine Notrufnummern einprogrammieren, bei denen auch mal eine Mailbox rangehen könnte. Sonst kann der Notruf ins Leere laufen.

Android-Smartphones mit Extras

Die beiden Senioren-Smartphones im Test versuchen, die Funk­tions­vielfalt der Smartphone-Welt mit Hard­ware-Tasten, großen Symbolen, vereinfachten Menüs und großer Schrift zugäng­licher zu machen. Eines der beiden bringt weitere Extras mit, die bei unseren Senioren im Test gut ankamen. So bietet es eine Art Klapp­tastatur mit Nummern. Die lässt sich bei Bedarf über den Touchs­creen klappen und vereinfacht dann das Wählen von Telefon­nummern. Für Nutzer, die Schwierig­keiten mit Berühr­bild­schirmen haben, ist ein Eingabestift mitgeliefert. Allerdings schwächelt dieses Gerät im Fall­test: Wo alle anderen 100 Stürze über­lebten, war es schon nach 50 Stürzen defekt. Für manche kann es dennoch das empfehlens­wertere Gerät sein – solange es nicht unglück­lich fällt.

Launcher-Apps für Senioren über­zeugen nicht

Smartphones mit dem Betriebs­system Android lassen sich recht flexibel an die Vorlieben des Nutzers anpassen. Ein beliebtes Werk­zeug sind sogenannte Launcher-Apps. Die ersetzen die vorinstallierte Nutz­eroberfläche durch eine andere. Einige davon sollen handels­übliche Smartphones für ältere Menschen leichter nutz­bar machen. Wir haben uns exemplarisch vier Launcher-Apps für Senioren angesehen. Keine von ihnen über­zeugt so richtig: Einige senden unnötig viele Daten oder bergen Sicher­heits­risiken. Andere reduzieren das Smartphone praktisch auf den Funk­tions­umfang eines Einfach­handys. Eine gelungenere Lösung: Der Markt­führer Samsung stattet seine Geräte ab Werk mit einer alternativen Oberfläche namens „einfacher Modus“ aus. Er kann den Einstieg in die Smartphone-Welt für ältere Nutzer erleichtern, die sich kein spezielles Senioren-Smartphone anschaffen wollen.

Nutzer­kommentare, die vor dem 21. Dezember 2016 gepostet wurden, beziehen sich noch auf die Vorgänger-Unter­suchung aus test 2/2013.

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