Seminare für Existenzgründer

Tipps

12.08.2003
Inhalt

Wenn Sie sich selbstständig machen wollen und noch nicht genau wissen, wie das geht, ist ein Basiskurs für Existenzgründer unerlässlich für Sie.

  • Anbieter. Basiskurse finden Sie über die Veranstaltungsprogramme der Volkshochschulen, der Handwerkskammern, der Industrie- und Handelskammern (IHK) und beim Arbeitsamt. Oft veröffentlichen die regionalen Medien Angebote weiterer privater Bildungsträger. Außerdem können Sie Kurse im Internet abrufen. Mit dem Suchwort „Existenzgründung“ kommen Sie in Weiterbildungsdatenbanken wie der Kurs-Datenbank der Bundesanstalt für Arbeit ans Ziel.
  • Qualität. Die Qualität des Kurses hängt nicht davon ab, welche Art von Anbieter Sie wählen. Unser Test hat gezeigt, dass es bei allen gute und weniger gute Veranstaltungen gibt.
  • Dauer. Ein Basiskurs sollte mindestens drei Tage oder 20 Unterrichtsstunden (je 45 Minuten) dauern, damit ein ausreichendes Problembewusstsein für die Anforderungen an eine erfolgreiche Existenzgründung geschaffen und grundlegendes Wissen vermittelt werden kann. Mehrwöchige Kurse vermitteln die wichtigen Themen tendenziell tiefgrün­diger als kurze.
  • Preis. Die Qualität hängt nicht davon ab, ob der Kurs etwas kostet. Kostenpflichtige kurze Gründerkurse kosten bis 100 Euro, lange Kurse bis zu 1 500 Euro.
  • Teilnehmerzahl. Optimal sind zirka 10 Teilnehmer. Mehr als 15 sollten es nicht sein. Sonst können individuelle Fragen kaum berücksichtigt werden.
  • Vergleich. Für eine inhaltliche Vorauswahl sollten Sie die Seminarprogramme verschiedener Anbieter vergleichen. Fragen Sie nach den Schwerpunktthemen: Ob neben theoretischem Stoff auch Gründungssituationen und -ideen der Teilnehmer berücksichtigt und ob bestimmte Inhalte (zum Beispiel Marktanalyse) für die Entwicklung eines Geschäftsplans behandelt werden. Pluspunkte für den Anbieter: Die Teilnehmer erhalten ein vollständiges Unterrichtsskript oder können dies kaufen.
  • Dozenten. Fragen Sie den Anbieter, ob ein oder mehrere Dozenten durch das Seminar führen. Sind es mehrere, ist es gut, wenn durch einen Kursleiter oder in anderer Form der rote Faden im Seminar sichergestellt ist. Die Qualifikation des Dozenten sollte den jeweils behandelten Themen entsprechen. Seien Sie vorsichtig, wenn die Dozenten ausschließlich ein bestimmtes Unternehmen oder eine bestimmte Branche vertreten.
  • Nächster Schritt. Wenn Sie nach dem Basiskurs eine Selbstständigkeit immer noch ernsthaft in Betracht ziehen und eine Gründungsidee haben, sollten Sie grundsätzlich eine Beratung in Anspruch nehmen.
  • Spezialkurse. Haben Sie nur noch Fragen zu bestimmten Themen, ist ein themenspezifischer Kurs für Existenzgründer sinnvoller. Die Auswahl können Sie nach denselben Kriterien treffen wie oben.
  • Mehr zum Thema

    Immobilien­kredit mit 55 plus Güns­tige Kredite für ältere Immobilienkäufer

    - Rund jeder vierte Erst­käufer einer Immobilie ist heute älter als 55 Jahre alt. Warum auch nicht? Oft stehen für die Finanzierung ein gutes Einkommen und ausreichend...

    Vergleich Renten­versicherung mit Fonds 3 von 33 fonds­gebundenen Renten­versicherungen sind gut

    - Ohne Aufwand mit Fonds fürs Alter sparen? Das geht mit fonds­gebundenen Renten­versicherungen mit ETF. Sie bieten wenig Sicherheit, dafür aber gute Rendite­chancen.

    FAQ Weiterbildung Was die Arbeits­agentur darf, was sie muss

    - Eine berufliche Weiterbildung verbessert die Chancen auf einen neuen Job. Doch die Arbeits­agentur fördert eine Qualifizierung nur unter Bedingungen. test.de erklärt,...