Semester­gebühren Meldung

An vielen Unis und Hoch­schulen müssen Studenten Semester­gebühren zahlen. Der Bundes­finanzhof beur­teilt sie als „ausbildungs­bedingten Mehr­bedarf“ (Az. III R 38/08), der steuerlich berück­sichtigt werden muss. Im entschiedenen Fall bedeutet das Urteil: Die Semester­gebühren drücken die Einkünfte und Bezüge des Studenten unter die kritische Grenze und den Eltern steht dadurch wieder Kinder­geld zu. 2011 galt noch ein Grenz­betrag der Einkünfte von 8 004 Euro. Ab 2012 ist das kein Thema mehr, weil es keinen Grenz­betrag mehr gibt. Für Streit aus den Vorjahren bleibt das Urteil wichtig. Darüber hinaus wirken Semester­gebühren nach dem Urteil als voll abzugs­fähige Sonder­ausgaben bei einem Erst­studium beziehungs­weise Werbungs­kosten bei einer Zweit­ausbildung, auch wenn die Finanz­verwaltung das bisher teil­weise anders gesehen hat.

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