Kein Glück hatte beim Bundesfinanzhof in München eine Rechtsanwältin, die mit ihrer Kanzlei hohe Verluste machte. Das Finanzamt muss das Minus aus der Anwaltstätigkeit nicht mit den anderen Einkünften verrechnen, welche die Frau zum Beispiel aus Kapitalvermögen hatte. Die Anwältin kann mit ihren Verlusten deshalb nicht ihre Steuerschuld drücken (Az. XI R 6/02).

Die wohlhabende Klägerin hatte mit ihrer Juristerei jahrelang nicht viel verdient. Ihre Einnahmen bewegten sich über lange Zeit auf sehr niedrigem Niveau und deckten längst nicht die Ausgaben für die Kanzlei.

Da die Frau die Richter am Bundesfinanzhof in München nicht davon überzeugen konnte, dass sie mit ihrer Tätigkeit als Anwältin trotzdem auf Dauer Gewinne erzielen wollte, ist die Kanzlei jetzt ihr teures Privatvergnügen.

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