Herstellung: Von traditionell bis industriell

Um Sekt herzu­stellen, wird Wein ein zweites Mal vergoren, dazu mit Zucker und Hefe versetzt. Die Hefe spaltet den Zucker in Alkohol und Kohlensäure. Nach einer bestimmten Gärzeit entfernt der Kellermeister die Hefe. Den dabei verloren gehenden Wein füllt er mit einer Versanddosage – oft Wein mit Traubenmost oder Zucker – auf. Sie bestimmt den Süßegrad.

Flaschengärung. Die Hefe wird lang­sam in den Flaschenhals bewegt.

Traditionelle Flaschengärung. Sie gilt als aufwendig. Alle Produktions­schritte finden in derselben Flasche statt. Der Wein liegt mindestens neun Monate auf der Hefe. Die Hefe wird durch Rütteln in den Flaschenhals­bewegt und unter Druck heraus­gepresst. Nach Auffüllen mit der Versanddosage wird verkorkt.

Tank­gärung. In Groß­behältern lässt sich Sekt effizienter produzieren.

Tank­gärung. Bei diesem preis­werten, heute am häufigsten angewandten Verfahren lagert der Wein für mindestens sechs Monate in einem Tank und muss mindestens 90 Tage Kontakt mit der Hefe haben. So lassen sich große, einheitliche Mengen produzieren.

Trans­vasier­verfahren. Wird auch Flaschengärung genannt, was in die Irre führen kann. In der Flasche wird der Wein nur vergoren. Enthefung und Süßung finden dagegen im Tank statt.

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