Sekt im Test Fünf Schaum­weine sind sehr gut, vier enttäuschen

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Sekt im Test - Fünf Schaum­weine sind sehr gut, vier enttäuschen
© Stiftung Warentest (M)

Eine Party ohne Sekt? Für viele undenk­bar. Doch welcher ist sein Geld wert und bietet viel Genuss? Im Test: 21 häufig gekaufte Marken, darunter Rotkäpp­chen, Geldermann, Freixenet, Hoch­preisiges wie Krimsekt und Menger Krug, aber auch Discounterware (Preise: 2,79 bis 14,00 Euro pro 0,75-l-Flasche). Fazit: Guter Sekt muss nicht teuer sein, aber sehr guter kostet etwas mehr. Fünf Schaum­weine bekommen die Bestnote, vier enttäuschen.

Sekt im Test Alle Testergebnisse für Weißer Sekt 12/2017

Liste der 21 getesteten Produkte
Weißer Sekt 12/2017
  • Aldi (Nord) Stolzenfels Trocken Hauptbild
    Aldi (Nord) Stolzenfels Trocken
  • Aldi Süd Auerbach Trocken Hauptbild
    Aldi Süd Auerbach Trocken
  • Alnatura Edition Alnatura (Bio) Brut Hauptbild
    Alnatura Edition Alnatura (Bio) Brut
  • Brut Dargent Blanc de Blancs Chardonnay 2015 Brut Hauptbild
    Brut Dargent Blanc de Blancs Chardonnay 2015 Brut
  • Engel (Bio) Riesling Extra Dry Hauptbild
    Engel (Bio) Riesling Extra Dry
  • Faber Halbtrocken Blanc de Blancs Hauptbild
    Faber Halbtrocken Blanc de Blancs
  • Freixenet Carta Nevada Premium-Cava Semi Seco Hauptbild
    Freixenet Carta Nevada Premium-Cava Semi Seco
  • Fürst von Metternich Riesling Trocken Hauptbild
    Fürst von Metternich Riesling Trocken
  • Geldermann Classique Sec Hauptbild
    Geldermann Classique Sec
  • Henkell Trocken Hauptbild
    Henkell Trocken
  • Kessler Gold Cuvée Sec Hauptbild
    Kessler Gold Cuvée Sec
  • Krimskoye Krimsekt Halbtrocken Hauptbild
    Krimskoye Krimsekt Halbtrocken
  • Kupferberg Gold Halbtrocken Hauptbild
    Kupferberg Gold Halbtrocken
  • Lidl Linderhof Jahrgangs-Sekt 2015 Trocken Hauptbild
    Lidl Linderhof Jahrgangs-Sekt 2015 Trocken
  • Menger Krug Pinot Brut Hauptbild
    Menger Krug Pinot Brut
  • MM Extra Trocken Hauptbild
    MM Extra Trocken
  • Mumm & Co. Jahrgangssekt 2015 Dry Hauptbild
    Mumm & Co. Jahrgangssekt 2015 Dry
  • Rotkäppchen Halbtrocken Hauptbild
    Rotkäppchen Halbtrocken
  • Schloss Munzingen feinperlig Brut Hauptbild
    Schloss Munzingen feinperlig Brut
  • Schlumberger Jahrgang 2013 Brut Hauptbild
    Schlumberger Jahrgang 2013 Brut
  • Söhnlein Brillant Trocken Hauptbild
    Söhnlein Brillant Trocken

Auf der Suche nach dem fruchtigen Bouquet

Fünf geschulte Verkoster prüften die 21 Sekte im Test auf Aussehen, Geruch, Geschmack und Nachgeschmack. Steigen feine Perlenschnüre nach oben? Entfaltet sich ein fruchtiges Bouquet? Sind Süße und Säure im Mund ausgewogen? Auf eine einfache Formel – teuer gleich exquisit, günstig gleich miserabel – kamen sie nicht. Die Noten für die Verkostung reichen von sehr gut bis mangelhaft. Gesamt­noten, mit denen Anbieter werben könnten, vergibt die Stiftung Warentest für alkoholische Getränke wie Sekt nicht. Wenn wir also von einem guten Sekt sprechen, heißt das: Ein Sekt, der gut schmeckt.

Von edel bis muffig

Ein hoher Preis oder Bekannt­heits­grad stehen nicht in jedem Fall für hohen Genuss: Es gibt bekannte Sekt-Marken, die enttäuschten, etwa weil sie leicht muffig rochen, schmeckten oder eine unsaubere Note hatten.

Schnäpp­chenjäger und Weinkenner werden fündig

Einige Tropfen vom Discounter entpuppten sich dagegen als über­raschend gut: Sie sind bereits ab 2,79 Euro pro 0,75-Liter-Flasche zu haben. Auch Weinkenner dürften auf ihre Kosten kommen: Unter den Siegern in der Verkostung, die die Note sehr gut verdienten, gibt es mehrere Rebsortensekte aus traditioneller Flaschengärung. Bei dieser aufwendigen Herstellungs­art finden alle Produktions­schritte in ein- und derselben Flasche statt. Die fünf sensorisch besten Sekte kosten etwa 7 bis 14 Euro.

Das bietet unser Sekt-Test

Test­ergeb­nisse.
Unsere Tabelle zeigt für 21 bekannte Sekt-Marken, wie diese in puncto Geschmack und Schad­stoffe abschneiden. Wir nennen für jeden Schaum­wein Herkunfts­region und Herstellungs­verfahren, sowie Alkohol­gehalt, Zucker und Gesamt­säure. Die Test­kommentare gehen auch darauf ein, zu welchen Gerichten ein bestimmter Sekt passt.
Hintergrund.
Wir erklären, wie die verschiedenen Herstellungs­verfahren funk­tionieren und wie die verschiedenen Süßegrade (von „halb­trocken“ bis „brut“) definiert sind.
Tipps für den perfekten Genuss.
Wir sagen, wie Sie einen frischen Tropfen finden, den Sekt richtig lagern – und unfall­frei öffnen. Und bei welcher Trink­temperatur sich das Bouquet am besten entfaltet.
Heft­artikel.
Sie können neben dem PDF zur aktuellen Unter­suchung aus test 12/2017 auch die PDFs zu früheren Schaum­wein-Tests (test 1/2011, test 1/2009 und test 2/1967) herunter­laden und erfahren so auch, wer in der Vergangenheit dem besten Champagner machte.

Preis-Leistungs-Sieger: Guter und güns­tiger Sekt aus dem Tank

Die Alternative zur traditionellen Flaschengärung ist die Gärung im Tank. Dabei werden in Groß­behältern aus Edelstahl meist Wein­mischungen vergoren, die den Geschmack vieler treffen und nicht die Welt kosten. Die Tank­gärung ist schnell, effizient und kostengünstig. Im Test über­zeugen drei güns­tige Sektmarken aus dem Tank, die für weniger als 4 Euro zu haben sind. Sie bieten ein rundes, stimmiges Aroma­profil.

Wein­mischung wichtiger als Herstellungs­art

Ein etwas teurerer Rieslings­ekt im Test beweist zudem, dass auch Tank­ware etwas Besonderes sein kann – auch er erhielt ein Sehr gut in der Verkostung. Ausschlag­gebend für die Qualität des Sekts ist in erster Linie die Wein­mischung, die der Vergärung zugrunde liegt, nicht die Herstellungs­art.

Was versteht man unter Qualitäts­schaum­wein?

Alle 21 Produkte nennen sich „Qualitäts­schaum­wein“. Das ist ein Synonym für Sekt, der im Gegen­satz zu einfachem Schaum­wein wie Spumante ein zweites Mal vergoren wird. Das EU-Recht stellt an Qualitäts­schaum­wein Anforderungen, etwa soll der Druck in der Flasche über 3,5 bar liegen.

Sekt auch mal zum Essen reichen

Sommeliers empfehlen Schaum­wein seit Längerem auch als Begleiter zum Essen. Viele der Produkte im Test passen am besten zu leichten Vorspeisen oder Desserts. Schwere Haupt­gänge dagegen würden ihr Aroma erschlagen. Wenn Sie den Test frei­schalten, erhalten Sie konkrete Essens­vorschläge zu den einzelnen Schaum­weinen – eine gute Chance, um Neues auszupro­bieren und Ihre Gäste zu beein­drucken.

Nutzer­kommentare, die vor dem 22. November 2017 gepostet wurden, beziehen sich auf die Vorgänger-Unter­suchung aus test 1/2011.

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13 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

GK_test am 30.08.2019 um 23:06 Uhr
Auerbach nicht mehr der alte...

Uns erscheint, daß Aldi Süd nicht nur den Preis seit etwa drei Monaten gesenkt hat, sondern auch die Qualität. Er schmeckt jetzt anders und auch die Verkorkung hat sich geändert - nicht der Plastikkorken, aber die Stanniol-Hülle darum.
Die Verpackung stört uns nicht, jedoch der neue Geschmack. Wir suchen nach einer Alternative.
Wir würden einen neuen Test begrüßen; der alte ist ja auch schon fast zwei Jahre alt.
Und länger sollte der Sekt ja auch nicht liegen!
Prosit! Auf einen Neuen!

Profilbild Stiftung_Warentest am 23.04.2018 um 08:46 Uhr
Vorgängertests

@aikholt: Die Vorgängertests finden Sie auf dieser Seite links unter "Inhalt" und unter "Heftartikel als PDF". Klicken Sie auf das PDF-Symbol und Sie gelangen auf die älteren Testberichte aus den Jahren 2009, 2011 und den Artikel aus 2017. (PF)

aikholt am 20.04.2018 um 16:26 Uhr
Vorgänger-Tests

Eine Frage, wo sind eigentlich die vorherigen Tests zu Champagner und Sekt? Z.Bsp.: aus 1/2011 oder der von 2008/09?
Die Stetigkeit guter Ergebnisse gibt doch einen deutlichen Hinweis auf Qualitätsprodukte.

Nikolaus2011 am 29.12.2017 um 02:14 Uhr
Sensorik und Preis bei Sekt nicht alles, s.o. AW

Jedes Auto hat 4 Räder. Damit können Sie von Flensburg bis München fahren!
Das können Sie mit einem Corsa für 10000€, aber auch mit einem Insignia fahren. Wenn Sie bzw. Ihre ‚Experten‘ das bei Sekt so beurteilen, dass die Sekte für ca. 3€ nicht ( viel) schlechter als die für 12€, dann schauen Sie sich den aktuellen Sekttest im Video „Wein-Plus.eu“ im Newsletter an.
Die Sommeliers und Önologen bei Wein-Plus kommen zu ganz anderen Beurteilungen, die sich mit meiner Ansicht decken.
Möglich, aber nicht unmöglich ist aber auch, dass die Zentralläger um Berlin mit besserer Ware beliefert wird, da hier wahrscheinlich die Muster, da Ihr Sitz auch in Berlin, von Ihnen gekauft werden.
Ich habe schon häufig bei Abverkaufstest im Handel erlebt, dass Käufer in die Testläden geschickt werden, extrahierte Ware ( speziell für Tests gefertigt)
als Muster für Einkäufer und Verbraucher produziert werden. Ausschließen kann man heutzutage garnicht mehr.

Nikolaus2011 am 29.12.2017 um 01:45 Uhr
Alkoholfreier Sekt = Sekt-und MwSt.-freier Sekt

Wenn Sie beabsichtigen, (den am Markt z.Zt. untergeordneten Marktanteil von)
alkoholfreien Sekt zu testen, beachten Sie bitte, dass die Hersteller den alkoholfreien Sekt gleichpreisig zu normalem Sekt anbieten.
Dass bedeutet für den Verbraucher, dass er die 1/1 Flasche
alkoholfreien Sekt
1,02 € Sektsteuer + 19 0/0 Mehrwertsteuer = 1,21 zu teuer einkauft.
Bei einem sehr günstigem Aktionspreis von Rotkäppchensekt z.B. statt 2,59 € eigentlich nur 1,38€ für die Flasche bezahlen dürfte!!

Das gilt natürlich auch für andere Sektmarken wie Mumm, Freixenet etc. Ein B.
sondergleichen!!