Gewusst wie: So kommen Sie an Geld für Weiterbildung

Den Chef überzeugen

Das Recht auf Weiterbildung haben die meisten Bundesländer in ihren Weiterbildungsgesetzen festgeschrieben. Für den so genannten Bildungsurlaub gibt es in der Regel fünf zusätzliche Tage im Jahr frei. Die Kurse müssen als Bildungsurlaub anerkannt sein und vier bis sechs Wochen vor Beginn beantragt werden. Zusätzlich regeln zahlreiche Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen, wer sich wann und wie lange qualifizieren darf. Generell gilt: Für die Lernunterstützung vom Chef braucht es Verhandlungsgeschick. Wer auf Freistellung oder Kostenübernahme hofft, sollte erklären können, inwiefern der Arbeitgeber vom Zusatzwissen profitiert. Informieren Sie sich vor einem solchen „Förder“-Gespräch gründlich über Ihre Rechte.

Mit Bildung Steuern sparen

Wer sich in seinem Beruf weiterbildet, kann die Kosten dafür als Werbungskosten voll von der Steuer absetzen. Dazu gehören unter anderem Kursgebühr, Fahrtkosten und Fachliteratur. „Mittlerweile akzeptiert das Finanzamt auch die meisten Sprachkurse“, sagt Michael Thomas vom Deutschen Steuerberaterverband in Berlin. Allerdings müsse ein beruflicher Zusammenhang nachgewiesen werden – wie bei Sekretärinnen, die Geschäftsbriefe auf Spanisch schreiben müssen (Bundesfinanzhof [BFH], Az. VI R 168/00). Auch Berufswechsler haben jetzt bessere Karten: Nach einem BFH-Urteil (Az. VI R 137/01) können auch Kosten für Umschulungen oder berufsbegleitendes Erststudium voll als Werbungskosten abgesetzt werden (bisher waren nur maximal 1 227 Euro als Sonderausgaben möglich).

Dieser Artikel ist hilfreich. 1664 Nutzer finden das hilfreich.