Das Bundesversicherungsamt in Bonn hat der Hamburger Securvita Betriebskrankenkasse untersagt, damit zu werben, dass sie Naturheilverfahren bezahlt. Vor dem Sozialgericht Lübeck erreichte die Kasse allerdings, dass der Vollzug des Verbots bis zum 6. Januar 2000 aufgeschoben wurde. Dann entscheidet das Gericht endgültig über dessen Rechtsmäßigkeit. "Wir halten an unserer Auffassung fest", sagte ein Sprecher des Bundesversicherungsamts gegenüber Finanztest. Securvita dürfe Patienten naturheilkundliche Behandlungsmethoden, die vom Bundesausschuss für Ärzte und Krankenkassen nicht anerkannt seien, nicht bezahlen. Kassen könnten diese Verfahren nur über so genannte Modellvorhaben zeitlich befristet testen. Bei der Securvita gebe es aber keine Modellvorhaben. Möglich sei die Leistung auch, wenn der medizinische Dienst der Krankenversicherung dies im Einzelfall ausdrücklich befürworte.

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