Schwindel

Diagnose beim Haus­arzt: Die Ursache suchen

26.07.2012
Inhalt
Schwindel - Hilfe gegen das Karussell im Kopf
Orientierung wahren. Umherwirbelnde Licht­punkte können aufdecken, ob das Gefühl für gerade und schief gestört ist.

Mit Anamnese starten. Schwindel kann verschiedene Ursachen haben. Je genauer der Patient seine Empfindungen und Beob­achtungen beschreibt, umso besser erkennt der Arzt den Kern des Problems. Am Anfang steht daher immer eine ausführ­liche Befragung des Patienten – die Anamnese. Entscheidend ist zunächst, ob der Schwindel sich als Dreh-, Schwank-, Unsicher­heits- oder Schwächegefühl äußert. Handelt es sich um eine plötzliche Attacke oder ein dauer­haftes Problem? Wird er durch etwas ausgelöst, etwa beim Husten, Bücken oder Aufstehen, oder tritt er zusammen mit anderen Symptomen auf, wie Ohrgeräusche, Sehstörungen, Lähmungen oder Herz­stolpern?

Schwindel - Hilfe gegen das Karussell im Kopf
Ruck­artige Augen­bewegungen. Sie geben Aufschluss über Störungen im Gehirn.

Augen beob­achten. Ein sicheres Zeichen für eine Störung im Gleichgewichts­system sind ruck­artige Augen­bewegungen, die aus lang­samen und schnellen Phasen bestehen – fach­sprach­lich als Nystagmus bezeichnet. Die kann der Arzt auf erstaunlich einfache Weise beob­achten. Der Patient muss mit unbe­wegtem Kopf in verschiedene Richtungen blicken oder einer Hand­bewegung des Unter­suchers mit Blicken folgen. Der Arzt erkennt die Augen­rucks ohne Hilfs­mittel oder noch besser, wenn der Patient eine Frenzelbrille trägt. Deren Gläser sind beleuchtet und vergrößern die Augen.

Schwindel - Hilfe gegen das Karussell im Kopf
Körper­schwankungen. Eine wack­lige Mess­platt­form – Posturografie – registriert die Körper­schwankungen.

Gleichgewicht prüfen. Weitere simple Möglich­keiten, das Gleichgewicht zu prüfen: Der Arzt schaut, ob der Patient über­mäßig schwankt, wenn er auf der Stelle steht, marschiert oder auf einer imaginären Linie gerade­aus geht, jeweils ein bis drei Minuten, mit offenen und geschlossenen Augen.

Experten aufsuchen. Grund­legende Unter­suchungen kann der Haus­arzt machen. Für weiterführende Tests sollte er den Patienten an einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt, Neurologen oder ein Schwindelzentrum über­weisen.

26.07.2012
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