Schwimm­bad Mit Rutsch­gefahr ist zu rechnen

Schwimm­bad - Mit Rutsch­gefahr ist zu rechnen
Rutschig. In Schwimm­bädern müssen Besucher vorsichtig sein. © Picture Press / Jeanette Schaun

Der Betreiber eines Schwimm­bads ist nicht dazu verpflichtet, vor Rutsch­gefahren im Nass­bereich des Schwimm­beckens gesondert zu warnen, so das Ober­landes­gericht Nürn­berg (Az. 4 U 1176/17). Er muss im Nass­bereich weder Gummi­matten auslegen noch spezielle Hinweisschilder aufstellen. In dem entschiedenen Fall war die Besucherin einer Bade­welt in der Oberpfalz beim Aussteigen aus dem Außen­becken auf der Holz­treppe nach hinten weg ausgerutscht. Sie erlitt einen Zehenbruch und eine Prellung des Steiß­beins. Vom Betreiber der Bade­welt verlangte sie ein angemessenes Schmerzens­geld und den Ersatz von Behand­lungs­kosten. Die Richter urteilten, der Betreiber habe keine Verkehrs­sicherungs­pflicht verletzt. Im Nass­bereich von Schwimm­bädern müsse den Besuchern bewusst sein, dass der Boden aufgrund der Nässe rutschig ist. Die in dem Fall vorhandenen Sicher­heits­vorkehrungen – unter anderem die geriffelte Struktur der Holz­treppe – seien ausreichend.

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