Schwer­punkte bei der Steuer­prüfung Immobilien unter der Lupe

Schwer­punkte bei der Steuer­prüfung - Immobilien unter der Lupe
Idyll auf Sylt: Vermieter aus Nord­rhein-West­falen sollten bei ihrem Ferien­haus aufpassen. Das Finanz­amt in Bünde etwa prüft die Umsatz­steuer. © plainpicture / Peter Hamel

Bei welchen Themen schauen Finanz­beamte genau hin? Wer diese als Steuerzahler kennt, kann sich auf Rück­fragen einstellen. Die Finanz­verwaltung Nord­rhein-West­falen veröffent­licht jähr­lich sogenannte Prüf­felder. 2018 richten Finanz­beamte zum Beispiel ihr Augen­merk auf Beiträge zu berufs­stän­dischen Versorgungs­einrichtungen. Auch sollen Gewer­betreibende und Selbst­ständige nach­weisen, dass sie Gewinn erzielen wollen und keine Lieb­haberei vorliegt.

Prüfung

Außerdem gibt es für die rund 140 Finanz­ämter im Bundes­land eigene Schwer­punkte. In 15 Ämtern sind es Kapital­einkünfte. 18 Ämter prüfen besonders Vermieter, etwa wenn diese erst­malig oder an nahe Angehörige vermieten. Sie müssen wahr­scheinlich den Miet­vertrag vorlegen. Arbeitnehmer können mit einer Über­prüfung von Reise­kosten bei beruflicher Auswärts­tätig­keit rechnen.

Rück­schlüsse

Steuerzahler außer­halb Nord­rhein-West­falens können aus den Schwer­punkten zumindest Rück­schlüsse darauf ziehen, welche Themen Prüfer auch andern­orts interes­sieren. Andere Bundes­länder sind weniger auskunfts­freudig. Lediglich die Steuer­verwaltung Baden-Württem­bergs teilte auf Anfrage von Finanztest mit, dass sie ebenfalls verstärkt Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung kontrolliert. Die übrigen 14 Bundes­länder hüllen sich in Schweigen oder legen generell keine landes­weiten Prüf­punkte fest.

Risikohin­weise

Zusätzlich macht ein bundes­weites Risikomanagement­system Finanz­beamte auf auffällige und näher zu kontrollierende Angaben in den Erklärungen aufmerk­sam. Diese Risikogesichts­punkte darf die Finanz­verwaltung nicht veröffent­lichen, um die Gleich­mäßig­keit und Gesetz­mäßig­keit der Besteuerung nicht zu gefährden.

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