Die gesetzliche Krankenkasse muss die ärztlich verordnete 24-Stunden-Pflege eines schwerkranken Kindes voll bezahlen. Von ihrer Leistung für den medizinischen Fachpflegedienst darf sie nichts abziehen, nur weil die Eltern des Kindes für die Grundpflege auch Geld von der Pflegekasse erhalten. Mit diesem Grundsatzurteil stärkte das Hessische Landessozialgericht die Rechte von Patienten (Az. L 1 KR 187/10).

Ein schwerkrankes Mädchen musste künstlich beatmet und von Fachpersonal rund um die Uhr überwacht werden. Die Kasse wollte ihre Leistung um rund 3 000 Euro im Monat kürzen. Das Pflegegeld für Pflegestufe III beträgt aber nur 685 Euro im Monat.

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