Check­liste: Hört mein Kind richtig?

Diese Checkliste der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung soll helfen, eventuelle Hörschäden des Kindes früh­zeitig zu erkennen. Bei normalem Gehör sollten Eltern die Aussagen zum Verhalten ihres Kindes in der jeweiligen Alters­gruppe mit „Ja“ beant­worten können. Können sie die Aussagen nicht bestätigen, heißt das aber nicht zwangs­läufig, dass das Kind eine Hörstörung hat. Im Zweifels­fall sollte ein Arzt das Gehör über­prüfen.

Nach der Geburt

  • Ihr Kind erschrickt bei plötzlichen lauten Geräuschen.

Mit etwa 3 bis 5 Wochen

  • Ihr Kind reagiert auf Ihren Zuspruch.
  • Es lauscht, wenn Sie im Abstand von etwa 20 cm zum Ohr mit Seiden­papier rascheln oder mit den Fingern schnalzen.
  • Wenn es ausgeruht ist, hört es aufmerk­sam auf Stimmen und Geräusche.
  • Mit den Augen sucht es nach der Quelle vertrauter Geräusche.
  • Gelegentlich gibt es Laute von sich.

Mit 2 bis 3 Monaten

  • Auch wenn es Sie nicht sehen kann, wirkt Ihre Stimme beruhigend auf Ihr Kind.
  • Es bewegt den Kopf in Richtung einer Geräusch­quelle.
  • Es versucht, mit Ihnen in „seiner Sprache“ zu sprechen, lacht hörbar.

Mit 5 bis 6 Monaten

  • Ihr Kind kann mit seiner Stimme auf sich aufmerk­sam machen und plappert bereits mehrere verständliche Laute.
  • Es reagiert auf entfernte Geräusche, wie zum Beispiel Türglocke oder Telefon­klingeln.
  • Bei unbe­kannten Geräuschen zeigt es deutliche Unruhe.

Mit 1 Jahr

  • Ihr Kind reagiert, wenn es aus ca. einem Meter Entfernung flüsternd angesprochen wird.
  • Es sucht nach der Schall­quelle, wenn es zum Beispiel Musik hört.
  • Es versteht Verbote, wie „Nein-Nein“.
  • Es plappert zufrieden vor sich hin, wenn es allein in einem Raum ist.

Mit 2 Jahren

  • Ihr Kind zeigt zum Beispiel auf Nase, Augen, Fuß, wenn Sie es flüsternd oder leise dazu auffordern.
  • Es hört das Summen einer Mücke.
  • Es erkennt bekannte Geräusche, wie Flugzeug, Tierlaute, das Auto der Familie.

Mit 4 Jahren

  • Ihr Kind erkennt mit großer Sicherheit bekannte Geräusche und versteht Anweisungen, auch wenn es dem Sprecher dabei nicht auf den Mund sehen kann.
  • Es versteht normal gesprochene Worte ohne Mühe und kann gut zuhören, ohne dass die Konzentration rasch nach­lässt.

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