Ein Leser schreibt uns: „Als Schwerbehinderter möchte ich früher in Rente gehen. Über­prüft das Versorgungs­amt vorher noch einmal meinen Schwerbehinderten­status?“ Finanztest antwortet.

Nein. Wenn Sie Ihre Rente beantragen, ist dies kein Anlass für das Versorgungs­amt, Ihre Schwerbehin­derung zu über­prüfen. Weist Ihr Schwerbehinderten­ausweis mindestens einen Grad der Behin­derung von 50 zum Zeit­punkt des Antrags aus und sind die weiteren Voraus­setzungen erfüllt, können Sie die Alters­rente für Schwerbehinderte beziehen. Diese beginnt regulär zwei Jahre früher als die Alters­rente von Nicht-Schwerbehinderten. Mit Abschlägen können Sie bis zu fünf Jahre früher gehen. Das gilt auch dann, wenn Ihr Schwerbehinderten­status befristet ist und das Versorgungs­amt nach einigen Jahren über­prüfen möchte, ob Sie die Erkrankung über­wunden haben.

Solange die Befristung nach Renten­beginn endet, steht Ihrem früheren Rentenbe­zug nichts im Wege. Beziehen Sie einmal die Alters­rente für Schwerbehinderte, bleibt es dabei – selbst wenn sich der Grad Ihrer Behin­derung später noch einmal ändert.

Tipp: Mehr zum Thema in unserer Meldung Niedrigere Rente für Schwerbehinderte.

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