Schweinegrippe Meldung

Erkranken Arbeitnehmer infolge einer vom Arbeit­geber empfohlenen Impfung, kann es sich dabei um einen Arbeits­unfall handeln. Das Sozialge­richt Mainz entschied zugunsten einer Kinder­kranken­schwester, die nach der Impfung gegen die Schweinegrippe schwer erkrankte. Sie erhält nun eine Erwerbs­minderungs­rente (Az. S 10 U 48/11).

Der gesetzliche Unfall­versicherer hatte sich geweigert, die Erkrankung als Arbeits­unfall anzu­erkennen. Er verwies darauf, dass eine Impfung der Erhaltung der Gesundheit diene und damit zum unver­sicherten persönlichen Lebens­bereich gehöre. Das gelte für eine Impfung gegen Schweinegrippe genauso wie für die allgemeine Grippe­schutz­impfung.

Die Richter folgten der Auffassung des Versicherers jedoch nicht: Die vom Arbeit­geber, der Uniklinik Mainz, dringend empfohlene und durch­geführte Impfung gegen den Schweinegrippevirus sei nicht mit der allgemeinen Grippe­schutz­impfung zu vergleichen.

Zum Zeit­punkt der Impfung hatte die Welt­gesund­heits­organisation bereits die höchste Gefähr­dungs­stufe ausgerufen. Die Impf­kommis­sion Stiko hatte die Impfung von Menschen im Gesund­heits­dienst mit Kontakt zu Patienten empfohlen. Dazu zählt die Kranken­schwester.

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