Die sogenannte Schweinegrippe oder Neue Grippe breitet sich weltweit immer mehr aus. test.de berichtet über die aktuelle Entwicklung und informiert darüber hinaus allgemein zur Schweinegrippe wie etwa über Symptome und schützende Hygienemaßnahmen.

[Update 08.12.2009] Mit Ausnahme von Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern gingen in Deutschland weniger Menschen aufgrund von akuten Atemwegserkrankungen zum Arzt als noch vor einer Woche. Nach dem neuesten Bericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) erkrankten in der 48 Kalenderwoche (21.11.-27.11.) etwa 23 500 Menschen an H1N1 - deutlich weniger als in der Woche zuvor. Insgesamt stieg die Zahl der Erkrankungen auf 172 627 Fälle an.

[Update 02.12.2009] In Bayern geht die Zahl der Patienten mit akuten Atemwegserkrankungen seit zwei Wochen zurück. Das könnte eine Trendumkehr bedeuten. Auch die Zahl der gemeldeten Schweinegrippe-Erkrankter ist in der 47. Kalenderwoche (16.11-22.11.) nach dem aktueller Bericht des RKI im Vergleich zur Vorwoche leicht zurückgegangen. Trotzdem spricht das RKI nicht von Entwarnung. Mittlerweile sind in Deutschland insgesamt mehr als 130 000 Menschen an Schweinegrippe erkrankt.

[Update 24.11.2009] Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass die Mutationen des Schweinegrippevirus in Norwegen Einzelfälle sind und sich nicht im Land verbreitet haben. Ebenso offen ist, ob mit der Mutation tatsächlich ein schwererer Verlauf bei Erkrankung einhergeht. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) ist die aufgetretene Mutation des H1N1-Virus nicht neu. Sie wurde bereits im April erstmals nachgewiesen und trat seit dem immer mal wieder auf. Laut WHO kann auch das mutierte Virus mit den Grippemedikamenten Tamiflu und Relenza behandelt werden. Auch schützen die verfügbaren Impfstoffe gegen die Mutationen. In Großbritannien berichtet dagegen die staatliche Gesundheitsagentur (Health Protection Agency) über eine mögliche Übertragung von H1N1-Viren, die resistent gegen Tamiflu sind. Insgesamt geht es um neun Fälle. Bisher hat die WHO von etwa 60 dieser Resistenzen berichtet. In Deutschland steigt unterdessen die Zahl der Erkrankten weiter an. Mittlerweile sind mehr als 86 000 Menschen an Schweinegrippe erkrankt. Die Zahl der Todesfälle ist auf 41 gestiegen.

[Update 17.11.2009] Die Zahl der an Schweinegrippe Erkrankten steigt weiter deutlich an. Laut RKI kamen in der Woche vom 2. bis zum 8. November knapp 15 000 neue Fälle dazu. Insgesamt sind in Deutschland nun etwa 54 000 Menschen an Schweinegrippe erkrankt. Bis zum Ende der genannten Woche waren zudem 16 Todesfälle im Zusammenhang mit der Schweinegrippe registriert.

[Update 05.11.2009] Bislang sind in Deutschland insgesamt neun Menschen an der Schweinegrippe gestorben. Bei den jüngsten drei Fällen handelt es sich um eine Person aus Rheinland-Pfalz und eine Frau aus Baden-Württemberg, die beide an einer Grunderkrankung litten sowie um einen 40 Jahre alten Berliner, der mit einer entzündlichen Lungenerkrankung ins Krankenhaus kam. Zuvor waren am 30. Oktober drei Todesfälle bekannt geworden. Insgesamt sind in Deutschland derzeit knapp 30 000 Menschen infiziert.

[Update 26.10.2009] Mittlerweile gibt es in Deutschland den dritten Todesfall im Zusammenhang mit der Schweinegrippe. An der Universitätsmedizin Mannheim ist ein 65-jähriger Patient verstorben, der sich mit H1N1 infiziert hatte. Der Mann litt zudem an mehreren chronischen Vorerkrankungen. Am 25. September war bereits eine 36-jährige Frau in der Essener Universitätsklinik an dem Virus gestorben. In München war Anfang Oktober ein fünfjähriger Junge mit dem H1N1-Virus einer Lungenentzündung erlegen.

[Update 08.10.2009] Das Universitätsklinikum Essen bestätigte heute den ersten Todesfall durch das H1N1-Virus. Eine 36-jahre alte Frau verstarb bereits am 25. September. Schon bei der Krankenhausaufnahme sind nach Angaben des Klinikums neben dem Schweinegrippevirus mehrere antibiotikaresistente Bakterien festgestellt worden. Das H1N1-Virus habe auch für eine Infektion mit diesen Keimen den Boden bereitet. Letztendlich hätten die Komplikationen der Viruserkrankung zum Tod der Patientin geführt. Insgesamt sind nach Angaben des RKI bislang 22110 Menschen in Deutschland an Schweinegrippe erkrankt (Stand 7. Oktober).

[Update 12.06.2009] Die WHO hat gestern die höchste Warnstufe 6 ausgerufen und damit die Schweinegrippe oder Neue Grippe zur Pandemie erklärt. Bedingung dafür ist, dass in mindestens zwei unterschiedlichen WHO-Regionen die Mensch-zu-Mensch-Übertragungen des neuen A/H1N1-Virus weiter fortdauern. Die WHO betonte jedoch, dass dies nicht bedeute, dass das Virus gefährlicher geworden sei und mehr Todesfälle aufträten. Die meisten Erkrankungen der Schweinegrippe seien bislang mild verlaufen, viele Erkrankte bräuchten keine Behandlung. In Deutschland gibt es derzeit etwa 100 Erkrankte. Das Robert-Koch-Institut betont, dass mit weiteren Fällen gerechnet werden muss. Die deutschen Behörden müssen aber aufgrund der ausgerufenen Phase 6 zunächst keine weiteren Maßnahmen ergreifen. Für die Bevölkerung ändert sich daher zunächst nichts. Der Pharmakonzern Novartis teilte zudem heute mit, er habe einen Impfstoff gegen den Schweinegrippenerreger hergestellt. Nach Angaben des Unternehmens könnte der Impfstoff nach vorklinischen Studien und klinischen Tests im Herbst dieses Jahres marktreif sein.

[Update 05.05.2009] Wie das RKI mitteilt, gibt es in Deutschland einen weiteren Erkrankten. Es handelt sich um einen Mexiko-Rückkehrer aus Sachsen-Anhalt. Damit gibt es in Deutschland derzeit neun Fälle von Schweinegrippe - oder neuer Grippe. Alle Fälle sind bislang eher milde verlaufen. Das RKI sieht zur Zeit eine gewisse Stabilisierung in Deutschland, will aber noch keine Entwarnung geben.

[Update 30.04.2009] Die WHO hat nun die zweithöchste pandemische Warnphase 5 ausgerufen. Diese Stufe ist charakterisiert durch eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung des neuen A/H1N1-Virus in mindestens zwei Staaten einer WHO-Region. In diesem Fall sind dies Mexiko und die USA. Die WHO betont, dass die meisten Staaten weltweit noch nicht betroffen sind von der neuen Grippe. Laut RKI ändert sich die Risikoeinschätzung für Deutschland durch die geänderte Einstufung aber nicht. In Deutschland gäbe es derzeit nur einzelne eingeschleppte Fälle.

[Update 29.04.2009] Mittlerweile gibt es in Deutschland drei Personen, die mit den neuen Virus A/H1N1 infiziert sind. Das bestätigte heute das RKI. Bei den Personen handelt es sich um eine 22-jährige Frau aus Hamburg und eine 37-jährige Frau aus Kulmbach, die nach einer Mexikoreise grippeähnliche Symptome aufwiesen. Zudem wird ein Mann in der Universitätsklinik Regensburg behandelt. Die WHO hat gestern die Pandemie-Warnstufe von drei auf derzeit vier erhöht. Insgesamt geht die Warnskala bis Stufe sechs. Damit signalisiert die WHO, dass das Risiko einer Pandemie (weltweite Epidemie), deutlich gestiegen ist. Gleichzeitig betonte die WHO aber, dass dies nicht bedeute, dass eine Pandemie unvermeidlich sei.

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