Schwefelarmes Heizöl Meldung

Ähnlich wie an der Tankstelle haben Kunden spätestens ab Anfang 2004 die Wahl zwischen verschiedenen Heizölqualitäten. Neben dem klassischen „Heizöl EL Standard“ mit einem Schwefelgehalt von über 50 bis 2 000 Milligramm pro Kilogramm (mg/kg) bieten die Händler dann das neue „Heizöl EL schwefelarm“ mit höchstens 50 mg/kg an. Außerdem gibt es das Standard-Heizöl mit Additiven, die erst beim Tanken beigemischt werden.

Der grundsätzliche Unterschied heißt aber: Standard oder schwefelarm. Das schwefelarme Heizöl eignet sich jedoch nur für Brenner und Kessel, für die eine Freigabe des Herstellers vorliegt. Sonst kann es unter ungünstigen Be­ding­un­gen zu Korrosionsschäden am Mischer des Ölbrenners kommen.

Drei unterschiedliche Heizanlagen

Schwefelarmes Heizöl Meldung

Zwei neue Aufkleber für den Kessel zeigen, welches Heizöl die Anlage verträgt.

Künftig wird es drei unterschiedlich zu betreibende Heizanlagen geben:

  • Ausschließlich mit der schwefelarmen Sorte. Zum Beispiel Energie sparende Ölbrennwertkessel, die mit dem neuen Heizöl die bisher erforderliche Neutralisationsanlage nicht mehr brauchen.
  • Mit beiden Ölsorten. Zum Beispiel Niedertemperaturkessel, für die aber ein Eignungsnachweis des Herstellers für schwefelarmes Öl vorliegen muss.
  • Nur mit Standard-Heizöl. Das sind in der Regel alle älteren Heizanlagen ohne einen Eignungsnachweis.

Tipp: Informieren Sie sich bei Ihrem Installateur, womit Ihre Heizanlage problemlos funktioniert. Und bei Ihrem Händler, ob und ab wann er schwefelarmes Heizöl liefern kann.

Dieser Artikel ist hilfreich. 606 Nutzer finden das hilfreich.