Schwefel im Wein Meldung

Weinflaschen tragen immer häufiger den Hinweis „enthält Sulfite“ oder „enthält Schwefel“ auf dem Etikett. Der Grund: Eine EU-Regelung schreibt jetzt die Kennzeichnung jener Weine vor, die mehr als zehn Milligramm Schwefeldioxid oder Sulfite pro Liter Wein enthalten. So erkennen Allergiker schnell, ob ein Wein reich an Schwefel ist oder nicht. Schwefel wird traditionell bei der Weinherstellung eingesetzt. Der Stoff schützt den Wein vor Braunwerden und Fehlgeschmack; er hemmt das Wachstum von Hefen und Schimmelpilzen. Ganz ohne Schwefel würde Wein schnell oxidieren und zu Essig werden. Doch empfindliche Menschen können nach dem Genuss schwefelhaltiger Speisen und Getränke unter Kopfschmerzen, Übelkeit oder sogar Nesselsucht leiden. Bei Asthmatikern kann Schwefel das sogenannte Sulfit-Asthma auslösen. Bei Wein gilt die Faustregel: Rotwein enthält weniger Schwefel als Weißwein, trockener Wein weniger als lieblicher.

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