Jugendliche unter 18 Jahren sind nur bedingt geschäftsfähig. Für Verträge, deren Wert ihr Taschengeld übersteigt, brauchen sie das "Ja" ihrer Eltern. Wer schwarzfährt, zahlt daher keine Strafe, denn es ist kein Beförderungsvertrag zustande gekommen, urteilte das Amtsgericht Bergheim, als der Verkehrsverbund Rhein-Sieg sich nicht scheute, einen Elfjährigen vor Gericht zu stellen. Der Verkehrsbetrieb habe sein Risiko durch fehlende Zugangskontrollen selbst geschaffen. Auch die Eltern wurden nicht belangt: Sie hatten die Schwarzfahrt abgelehnt und damit ihrer Aufsichtspflicht genügt (Az: 23 C 166/98).

Achtung: Jugendliche, die alt genug sind (etwa 15 oder 16 Jahre), können eventuell zu einigen Stunden sozialer Arbeit verdonnert werden.

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