Wie die Schad­stoffe im Tee landen könnten

Schwarzer Tee im Test Test

Trocknen. Das geschieht oft auf Förderbändern oder in Öfen. Es gilt als heikle Phase, da Schad­stoffe entstehen können.

Anbau. Teesträucher wachsen vorrangig auf Plan­tagen in tropischem und subtropischem Klima. Der Einsatz von Pflanzen­schutz­mitteln gegen Schädlinge und Unkräuter ist gängig. Pestizid­rückstände stellen aber im Test kein Problem dar.

Ernten. Traditionell pflü­cken Arbeite­rinnen die oberen Blätter und Knospen vom Strauch. Beim Darjee­ling ist Hand­arbeit zwingend. Andere Sorten dürfen mit Werk­zeugen und Maschinen geerntet werden. Dabei könnten pyrrolizidinalkaloidhaltige Unkräuter zwischen die Blätter gelangen. Im Test enthielt nur der Tee von Kauf­land diese Risiko­substanzen.

Welken. Die Blätter welken auf Gittern etwa 12 bis 20 Stunden. Gebläse können den Vorgang verstärken. Die Blätter verlieren ein Drittel an Feuchtig­keit.

Rollen. In einer Maschine rotieren die Blätter. Sie wickeln sich auf, ihre Zellen brechen auf, Zell­saft tritt aus.

Fermentieren. Die Enzyme des Zell­safts reagieren einige Stunden mit Sauer­stoff. Das ist die Besonderheit von schwarzem Tee, bei grünem entfällt der Schritt.

Trocknen. Die Blätter trocknen bei etwa 80 Grad aufwärts bis zu 30 Minuten. Das kann etwa auf Trock­nungs­stre­cken oder in Öfen erfolgen. Einiges weist darauf hin, dass durch die Befeuerung PAK und Antrachinon entstehen können. Im Test enthielten alle Tees PAK und Anthrachinon – in auffallend unterschiedlichen Mengen.

Sortieren. Maschinen sieben verschiedene Blatt­grade aus: große Blätter, mittel­große Blätter (Broken), kleine Blatt­teile (Fannings) und kleinste Blatt­teile (Dust).

Verpacken. In den Anbauländern kommt Tee oft in Pack­säcke. So reist er weiter, etwa nach Europa. Dort wird er oft in Schachteln und Papierbeutel abge­packt. Diese Materialien könnten Anthrachinon enthalten, das auf Tee übergehen kann. Seit 2013 sollen Lebens­mittel­packungen nach BfR-Empfehlung anthrachinonfrei sein. Aus Druck­farben und Recycling-Kartons könnten Mineralöle in Tee wandern. In den Blättern waren sie nach­weisbar, teils auch kritische MOAH. Im Aufguss fand sich nichts mehr.

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