So haben wir getestet

Im Test: 8 Ceylon-Assam-Mischungen und 19 Darjee­lings, darunter 6 Bioprodukte.

Einkauf der Prüf­muster: Mai bis Juli 2014. Alle Ergeb­nisse und Bewertungen beziehen sich auf Proben mit dem angegebenen Mindest­halt­barkeits­datum (MHD). Bei der Mineral­ölprüfung bezogen wir auch Proben mit anderem MHD ein.

Preise: Anbieterbefragung im September 2014.

Abwertungen

Das test-Qualitäts­urteil konnte bei ausreichendem Schad­stoff­urteil höchs­tens eine halbe Note besser sein und bei mangelhaftem Schad­stoff­urteil nicht besser sein. Das Schad­stoff­urteil konnte nicht besser sein als die Einzel­urteile für Anthrachinon, Pestizide, Pyrrolizidinalkaloide oder PAK.

Sensorische Beur­teilung: 50 %

Die Teeaufgüsse wurden in Anlehnung an die Amtliche Samm­lung von Unter­suchungs­verfahren (ASU) nach Paragraf 64 LFGB wie folgt zubereitet: Je 2 Gramm Tee oder ein Teebeutel wurden in Spezial­geschirr mit 150 ml kochendem Wasser von 8 Grad deutscher Härte über­gossen und 5 Minuten ziehen gelassen. In Anlehnung an die Methode L 00.90–11/1–2 der ASU prüften acht geschulte Personen Aussehen, Geruch, Geschmack und Mund­gefühl. Jede Prüf­person verkostete die anonymisierten Proben mehr­fach unter gleichen Bedingungen (Trink­temperatur: ca. 50 °C) und in unterschiedlicher Reihen­folge. Die Auswertung erfolgte mit statistischen Methoden. Abweichungen und Fehler bestimmten die Note.

Schad­stoffe: 25 %

Wir bestimmtengemäß ASU die Rück­stände an Pestiziden. Nach der BfR-Methode analysierten wir mittels LC-MS/MS den Gehalt an 19 verschiedenen Pyrrolizidinalkaloiden und deren N-Oxide. Anthrachinon bestimmten wir in Anlehnung an die ASU mittels GC-MS/MS in zwei unterschiedlichen Prüf­laboratorien. Bei der Beur­teilung orientierten wir uns am EU-Verordnungs­entwurf für Tee (Höchst­gehalt: 0,02 mg/kg). Mineral­ölbestand­teile (MOSH, MOAH) bestimmten wir mittels LC-GC/FID. Auf PAK prüften wir mittels GC-MS und berechneten die Summe der PAK-4. Ergänzend: Stich­probenmessungen einiger Verpackungen auf Anthrachinon sowie in einigen Aufgüssen auf Anthrachinon, PAK, MOSH, MOAH.

Mikrobiologische Qualität: 5 %

In Anlehnung an ISO: Gesamt­koloniezahl, Hefen, Schimmelpilze, in Anlehnung an die ASU auf E. coli und Salmonellen, Bacillus cereus gemäß ASU.

Verpackung: 5 %

Drei Experten prüftendie Hand­habung der Packungen hinsicht­lich Öffnen, Entnehmen und Wieder­verschließen. Ergänzend bewerteten wir die Kenn­zeichnung der Verpackungs­materialien. Bei Teebeuteln bewerteten wir, ob sie unkom­postier­bares Material (Kunststoff, Metall­klammern) enthalten.

Authentizität: 0 %

Bei Darjee­ling-Tees bestimmten wir mittels Stabilisotopen-Massenspektrometrie folgende Isotopen­verhält­nisse: D/H (Wasser­stoff), 13C/12C (Kohlen­stoff) sowie 87Sr/86Sr (Strontium).

Deklaration: 15 %

Wir kontrollierten die Verpackungs­angaben gemäß lebens­mittel­recht­lichen Kenn­zeichnungs­vorschriften auf Voll­ständig­keit und Richtig­keit, ergänzend auf freiwil­lige Angaben. Die Leserlich­keit und Über­sicht­lich­keit prüften drei Experten.

Weitere Unter­suchungen

Wir prüften gemäß ASU: säureunlösliche Asche, Massen­verlust bei 103 °C, Wasser-Extrakt, lösliches Fluorid, Koffein, Theobromin. Blatt­grade: mittels Sieb­analyse gemäß ISO. Die Teebestand­teile und auf Fremdkörper prüften wir mikroskopisch.

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