Schwarze Smoothies Besser keine Aktivkohle im Gemüsedrink

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Schwarze Smoothies - Besser keine Aktivkohle im Gemüsedrink
Schwarz statt grün. Aktivkohle färbt Smoothies. Unkritisch ist das nicht. © Fotofinder / Okapia, StockFood, istock (M)

„Hilft beim Entgiften“, „Bei Jetlag und Kater“ – in Internetforen kursieren Berichte über die Wunder­wirkung schwarzer Smoothies. Sie bestehen aus Obst und Gemüse plus einem Teelöffel Aktivkohle. Mit ihrer großen Oberfläche soll die Kohle im Körper Schad­stoffe binden. Mark Lohmann, Fach­gruppen­leiter am Bundes­institut für Risiko­be­wertung, sieht das kritisch: „Aktivkohle kann die Wirkung von Medikamenten wie der Antibabypille beein­trächtigen und in hoher Dosis Verstopfung verursachen.“ Zudem binde die Kohle wert­volle Nähr­stoffe, die direkt ausgeschieden würden. Insoweit sind schwarze Smoothies wenig sinn­voll.

Tipp: Wer auf grüne Drinks ausweicht, sollte oxalreiche Zutaten wie Spinat, Mangold und Sauer­ampfer im Blick haben. Täglich mehrere Gläser damit steigern etwa das Risiko für Nieren­steine und Kalziumdefizite. 140 Rezepte für gesunde Drinks aus saison­alem Obst und Gemüse finden Sie in unserem Buch Smoothies für alle Jahreszeiten, das für 16,90 Euro (PDF oder E-Book 13,99 Euro) im test.de-Shop erhältlich ist.

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