„Brauchen Sie eine Rechnung?“ Diese Frage erübrigt sich seit dem 1. August 2004 für Arbeiten an einer Immobilie. Jetzt müssen Handwerker und Firmen, die Bauleistungen erbringen, innerhalb von sechs Monaten eine Rechnung schicken und darin auch die 16 Prozent Mehrwertsteuer ausweisen. Das schreibt das Gesetz zur Bekämpfung der Schwarzarbeit vor.

Um Schwarzarbeit handelt es sich, wenn Unternehmer ihre Melde-, Aufzeichnungs- und Zahlungspflichten nach dem Steuerrecht und Sozialgesetzbuch verletzen. Das kann die Zollverwaltung jetzt stärker kontrollieren.

Das Gesetz nimmt auch Privatleute in die Pflicht. Beauftragen sie jemanden mit Arbeiten an Grundstück oder Gebäude, müssen sie seit August die Rechnungen für die Arbeiten zwei Jahre lang für den Fall aufheben, dass die Behörde nachfragt. Ersatzweise dürfen sie Zahlungsbelege oder andere beweiskräftige Unterlagen vorlegen.

Wer nichts dergleichen vorweisen kann, dem drohen bis zu 500 Euro Geldbuße. Handwerker, die keine Rechnung erstellen, können sogar mit bis zu 5 000 Euro Geldbuße belangt werden.

Tipp: Diese strengen Regeln gelten nicht für die Nachbarschaftshilfe von Verwandten oder Bekannten gegen ein geringes Entgelt.

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