Schwarzarbeiter haben im vergangenen Jahr in Deutschland einen Wert von rund 350 Milliarden Euro produziert. Das entspricht rund 16 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), dem Wert aller im Inland produzierten Güter und Dienstleistungen in diesem Zeitraum. Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts für Volkswirtschaft der Johannes Kepler Uni­versität Linz.

Im Jahr 2002 sind der Studie zufolge dem deutschen Fis­kus und den So­zialversicherungen damit rund 70 Milliarden Euro entgangen. Für das Jahr 2003 wird das finanzielle Volumen der Schwarzarbeit um 7 Prozent auf 380 Milliarden Euro steigen, schätzen die Wissenschaftler.

Als Ursache für die wachsende Schattenwirtschaft führen sie die hohen ­Steuern und Abgaben für Arbeitslohn sowie die Überregulierung der Arbeitswelt an.

Wie Schwarzarbeit wirksam eingedämmt werden könnte, vermögen die Wissenschaftler nicht zu sagen. Schärfere Strafen seien aber kein adäquates Mittel, da es ohnehin kein Unrechtsbewusstsein in der Bevölkerung gebe. Schwarzarbeit, so die Experten, gelte gemeinhin als Kavaliersdelikt.

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