Den Test auf Schwangerschaftsdiabetes bezahlen künftig die Krankenkassen. Bisher gab es eine Überprüfung nur im Rahmen von Modellversuchen. Diabetes kann sich aufgrund von Hormonumstellungen bei mindestens 3 bis 6 Prozent der Schwangeren entwickeln. Die Ärzte sollen den Frauen im sechsten oder siebten Schwangerschaftsmonat zunächst einen Vortest anbieten. Wenn die Werte erhöht sind, erfolgt ein weiterer, umfangreicher Zuckertest. Sind die Blutzuckerwerte zu hoch, brauchen die Frauen eine intensive ärztliche Betreuung, um sich selbst und das Leben des heranwachsenden Kindes nicht zu gefährden. Häufig normalisieren sich die Werte schon mithilfe einer Ernährungsumstellung und vermehrter körperlicher Aktivität. Wenn eine Behandlung erforderlich ist, müssen die Frauen in dieser Zeit Insulin spritzen. Blutzuckersenkende Medikamente zum Einnehmen sind während der Schwangerschaft tabu. Nach der Geburt normalisieren sich die Blutzuckerwerte meist recht schnell.

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