Schwangerschaft Meldung

Schwangere, die regelmäßig einen Säuretest machen, können möglicherweise ihr Risiko für eine Frühgeburt senken. Das zeigt die vorläufige Datenanalyse eines Modellprojekts in fünf Bundesländern. Die Frauen hatten zwischen der 12. und 32. Schwangerschaftswoche zweimal pro Woche mithilfe von Messhandschuhen den pH-Wert in der Scheide gemessen. Bei erhöhten Werten – einem stark saurem Scheidenmilieu – erfolgten in einer Frauenarztpraxis weitere Tests und Untersuchungen. Zur Normalisierung der pH-Werte erhielten die Schwangeren Vaginalkapseln mit Milchsäurebakterien. War eine Scheidenin­­fektion Ursache erhöhter Werte, wurde zusätzlich eine Antibiotikacreme ein­gesetzt. Scheideninfektionen sind häufigster Grund für Früh- oder späte Fehlgeburten. Bei Frauen mit Selbst­mes­sungen traten Geburten vor der 32. Schwangerschaftswoche seltener auf als bei denen, die diese nicht durchführten.

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