Schwangerschaft Meldung

Fünf bis sieben Prozent aller Geburten sind hierzulande Frühgeburten. Die Hälfte davon ist infektionsbedingt. Der Ausschluss einer Pilzinfektion ist deshalb ein Schritt zur Besserung der Situation. Bei allen Schwangeren sollte zwei bis vier Wochen vor dem Geburtstermin eine Pilzkultur angelegt und bei positivem Ergebnis ­ unabhängig vom Beschwerdebild ­ umgehend eine Anti-Pilz-Therapie eingeleitet werden.

Experten wie der Freiburger Professor Eiko Petersen halten eine örtliche Ein- oder Drei-Tages-Therapie für optimal, zum Beispiel mit dem Wirkstoff Clotrimazol in Form von Vaginaltabletten oder Cremes. Nach Studien sei so die kindliche Infektionsrate um wenigstens die Hälfte zu senken. Bei den Kindern "pilzfreier" Mütter kommt es weit seltener zu Mundsoor (weißlicher Belag im Mund) und anderen Pilzerkrankungen, zum Beispiel Windeldermatitis, als bei Neugeborenen unbehandelter Frauen. Deutlich verringert ist auch das Risiko einer Frühgeburt.

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