Schutzimpfungen Meldung

Erheblich unterscheiden sich die gesetzlichen Krankenkassen bei den Schutzimpfungen. Einige Kassen übernehmen nur die Impfungen, zu denen sie gesetzlich verpflichtet sind. Andere hingegen zahlen sogar den Schutz, der für Urlaubsreisen im Ausland wichtig ist.

Wichtige Impfungen zahlen alle Kassen

Alle Krankenkassen müssen medizinisch notwendige Schutzimpfungen erstatten. Dazu gehört wichtiger Immunschutz für Kinder und Erwachsene. Etwa gegen Kinderlähmung (Polio), Diphterie, Wundstarrkrampf (Tetanus) oder Röteln. Darüber hinaus übernimmt jede Kasse beispielsweise Impfungen für Grippeschutz ab dem 60. Lebensjahr und gegen Gebärmutterhalskrebs für Frauen bis zum 17. Lebensjahr.

Zusätzliche Schutzimpfungen

Viele Kassen bieten aber deutlich mehr als die Ständige Impfkommission (Stiko) des Robert-Koch-Instituts empfiehlt. Sie übernehmen zum Beispiel auch die Kosten für Grippeschutzimpfungen für unter 60-jährige oder Zeckenschutzimpfung außerhalb von Risikogebieten. Leistet die Kasse, kann es auch sein, dass der Patient die Arztleistung und den Impfstoff zunächst selbst zahlt und die Kosten später erstattet bekommt.

Tipp: Fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse genau nach, welchen Zusatzschutz sie erstattet.

Impfschutz für Urlaubsreisen im Ausland

Einige Kassen bezahlen zudem ausgewählte Schutzimpfungen, die Urlaubern für private Auslandsreisen empfohlen sind. Müssen Reisende die Kosten selbst übernehmen, kann das sehr teuer werden. Beispiel: Wichtig vor allem für Reisen im Mittelmeerraum, in viele Länder Asiens, Afrikas und Lateinamerika sowie Osteuropa, ist ein Schutz vor Hepatitis A und B. Drei Impfungen sind nötig. Kosten insgesamt: etwa 222 Euro. Für ferne Auslandsreisen bietet etwa die Techniker Krankenkasse, die IKK Direkt oder auch die BKK Gildemeister/Seidensticker kostenlosen Impfschutz. test.de hat in einer Tabelle das Impfschutzangebot von 20 Kassen zusammengefasst.

Leistungen und Service werden wichtiger

Ab Januar 2009 gelten für gesetzliche Krankenkassen einheitliche Beitragssätze. Diese legt die Bundesregierung fest und gibt sie am 1. November 2008 bekannt. Für gesetzlich Versicherte ist es daher nicht mehr sinnvoll, wegen des Beitagssatzes die Kasse zu wechseln. Wichtiger ist, welchen Service und vor allem, welche Leistungen die verschiedenen Krankenkassen bieten. Ausführlich informiert die aktuelle Untersuchung von Finanztest. Gesetzliche Krankenkassen: 123 Versicherungen im Test.

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