Die Sommer­ferien­zeit naht. Bald heißt es wieder: Ab in den Urlaub. Neben Reise­führer, Sonnenbrille und Co. gehört der richtige Versicherungs­schutz ins Gepäck. Das gilt vor allem für Fernreisen. test.de nennt die wichtigsten Policen für den Urlaub.

Auslands­reise-Kranken­versicherung

Sie ist die wichtigste Urlaubs­police. Gesetzlich Kranken­versicherte sollten für eine Reise ins Ausland immer eine Auslands­reise-Kranken­versicherung abschließen. Damit sie im Ernst­fall nicht auf den Kosten für ambulante und stationäre Behand­lungen oder einen Rück­trans­port nach Hause sitzen bleiben. Das ist vor allem für Fernreisen wichtig – etwa in die USA, nach Australien oder Afrika. Inner­halb der Europäischen Union und in Ländern, mit denen ein Sozial­versicherungs­abkommen besteht, sind Kassenpatienten grund­sätzlich kranken­versichert. Allerdings leistet die Gesetzliche Kranken­versicherung (GKV) auch dort nur begrenzt. Einen Rück­trans­port des Erkrankten nach Deutsch­land etwa bezahlt die GKV nie. Hier greift die Auslands­reise-Kranken­versicherung: Ist im Ausland eine angemessene Behand­lung nicht möglich, bezahlt sie einen medizi­nisch notwendigen Rück­trans­port nach Hause.

Tipps:

  • Aktueller Test. Die besten Jahres­verträge finden Sie in einer aktuellen Untersuchung auf test.de. Diese Policen kosten pro Person rund 10 Euro oder für Familien rund 20 Euro im Jahr.
  • Altverträge prüfen. Sie haben bereits eine private Auslands­reise-Kranken­versicherung? Prüfen Sie, ob Sie mit Ihrer Police optimal versichert sind. Viele Versicherer bieten neue Tarife mit besserem Schutz.
  • Für Privatpatienten. Prüfen Sie, ob Ihre Private Kranken­versicherung einen Kranken-Rück­trans­port abdeckt. Ist dies nicht der Fall, sollten Sie ebenfalls eine private Auslands­reise-Kranken­versicherung abschließen, wenn Sie ins Ausland reisen.
  • Verträge für lange Reisen. Wenn Sie mehrere Monate ins Ausland verreisen möchten, schließen Sie eine Auslandsreise-Krankenversicherung für lange Reisen ab. Herkömm­liche Jahres­verträge gelten in der Regel nur für Reisen, die nicht länger als sechs Wochen dauern.

Reiser­ücktritts­versicherung

Sie zahlt die Storno­kosten, wenn der Urlauber eine Reise unvor­hergesehen und aus gutem Grund nicht antreten kann. Darunter fallen etwa der Tod eines Mitreisenden oder naher Angehöriger, Unfälle oder eine unvor­hersehbare Erkrankung. Die Police lohnt sich vor allem für teure Reisen und Reisen mit Kindern. Je höher der Preis für die Reise und je umfassender der Schutz, desto teurer die Police.

Tipps:

  • Fristen. In der Regel müssen Sie eine Reiser­ücktritts­versicherung spätestens zwei Wochen nach Reise­buchung abge­schlossen haben.
  • Voll­schutz. Mit einer etwas teureren Voll­schutz­police können Sie zum Beispiel den Abbruch einer Reise und oft auch die Umbuchung finanziell absichern – etwa wenn Sie aufgrund eines Todes­falls in der Familie früh­zeitig nach Hause zurück­kehren müssen.
  • Mehr Infos. Weitere Tipps und Informationen finden Sie im Test Reiserücktrittsversicherungen auf test.de.

Reisege­päck­versicherung

Sie ist meist über­flüssig und teuer. Damit sie im Ernst­fall leistet, muss der Versicherte strenge Auflagen erfüllen. Im Grunde muss er so gut auf sein Gepäck achten, dass ein Diebstahl praktisch ausgeschlossen ist. Tritt der Schaden ein und das Gepäck ist weg, verweigert der Versicherer oft die Zahlung und beruft sich auf Fahr­lässig­keit.

Tipps:

  • Einbruch. Häufig leistet die Hausrat­versicherung auch im Urlaub – etwa wenn jemand in Ihr Hotel­zimmer einbricht und Ihr Reisege­päck stiehlt oder Sie auf der Straße beraubt. Sehen Sie in Ihrem Vertrag nach oder erkundigen Sie sich, ob und in welchen Fällen Ihr Hausrat­versicherer leistet.
  • Schadens­meldung. Melden Sie sofort der Polizei im Reise­land, wenn bei Ihnen einge­brochen und etwas gestohlen wurde. Informieren Sie sofort Ihren Versicherer über den Schaden.

Mallorca-Police

Die Mallorca-Police ist eine Zusatz­versicherung für Mietwagen. Sie gilt inner­halb Europas. Kfz-Haft­pflicht­versicherungen sind zwar auch im europäischen Ausland Pflicht. Problem: Die Mindest­versicherungs­summen sind oft nied­riger als in Deutsch­land. Sie reichen nicht immer aus, um Forderungen von Geschädigten abzu­decken. Die Mallorca-Police deckt Sach- und Personenschäden in Höhe von 10 Millionen Euro pauschal ab. Für weitere Reisen gibt es die Traveller-Police.

Tipps:

  • Nach­fragen. Oft ist die Mallorca-Police bereits in Ihrer Kfz-Haft­pflicht­versicherung enthalten. Informieren Sie sich bei Ihrem Versicherer zu Hause. Mit der Police gelten auch für Mietwagen im Ausland höhere Deckungs­summen. Fehlt der Schutz, schließen Sie ihn vor der Reise ab – etwa bei Ihrem Kfz-Versicherer, einem Auto­mobilclub oder Ihrem Reise­unternehmen. Es lohnt sich.
  • Zu Hause. Sie können auch von zu Hause aus ein Auto bei einem Anbieter mieten, der deutschen Versicherungs­schutz bietet.
  • Im Reise­land. Auch Mietwagenfirmen im Ausland bieten diese Zusatz­versicherung. Möglicher­weise gibt es den Vertrag nicht in deutscher Über­setzung. Ist dies der Fall, sollten Sie ihn nur unter­schreiben, wenn Sie die darin enthaltenen Bedingungen auch in der Fremd­sprache verstehen können.
  • Auto­fahren im Ausland. test.de informiert Sie ausführ­lich rund ums Thema Mietwagen im Urlaub und Autofahrt ins Ausland. Damit Sie im Urlaub sicher unterwegs sind.
  • Auto­versicherung. Beim Abschluss einer neuen Auto­versicherung – oder bei einem Wechsel – können Sie die Analyse Autoversicherung nutzen. Sie findet güns­tige Policen spezielle für Ihre Bedürf­nisse.

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