Bei den Einschulungsuntersuchungen sollten Ärzte auch auf hellbraune, ovale Flecken auf der Haut („Café-au-lait-Flecken“) achten, auf Sommersprossen unter den Achseln („Freckling“) und Knötchen auf der Regenbogenhaut des Auges („Lisch-Knötchen“). Das rät die Von-Recklinghausen-Gesellschaft, eine Selbsthilfevereinigung von Neurofibromatose-Betroffenen. Neurofibromatose, auch „Morbus Recklinghausen“ genannt, ist eine Erbkrankheit, die zur Entstehung von Tumoren im Nervensystem führt. „Weil die Tumoren gutartig sind, oft keine Beschwerden verursachen, muss nicht immer operiert werden“, sagt Dr. Sigrid Tinschert, Leiterin der Neurofibromatose-Sprechstunde der Charité Berlin. Sehner­vtumoren beeinträchtigen jedoch die Sehfähigkeit. Durch eine Früherkennung können vor allem sie rechtzeitig behandelt werden. 40 Prozent der betroffenen Kinder zeigen Lernstörungen oder Verhaltensauffälligkeiten. Eine frühe Diagnose mindert Folgeschäden. Für die Patienten gibt es bisher nur wenige Zentren. Das größte befindet sich am Berliner Krankenhaus Neukölln.

Infos
Von-Recklinghausen-Gesellschaft
Kolbergweg 26
65931 Frankfurt/Main
Tel. 0 69/36 40 21 95
E-Mail: Von-Recklinghausen-Ffm@t-online.de
www.neurofibromatose.de

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