Eigentlich sind die Schulen zum Lernen fürs Leben da, doch die Realität aus Wirtschaftsleben und Arbeitswelt kommt im Unterricht ebenso wenig vor wie Basiswissen zu Geldanlage und Kapitalmarkt. So stellten Wissenschaftler der Uni Koblenz-Lindau fest, dass mehr als die Hälfte der befragten 17- bis 27-Jährigen mit Wirtschaftsfakten und -begriffen aus Nachrichtensendungen des Fernsehens nur wenig anfangen können. Begriffe wie Aktienrendite, Standortfaktor oder Lohnnebenkosten stellten sehr viele der befragten Schüler, Studenten und Auszubildenden vor unlösbare Rätsel.

Das Deutsche Aktieninstitut forderte bereits wie andere Industrie- und Wirtschaftsverbände, ein eigenes Schulfach "Ökonomie" einzuführen. Bei einer Befragung im Auftrag der Union-Investment-Gesellschaft sahen 80 Prozent der Bürger wie der Lehrer Kapitalmarktthemen im Unterricht als wichtig oder sehr wichtig an.

Die deutschen Pädagogen haben das Thema Geldanlage zumindest für sich persönlich bereits seit einiger Zeit entdeckt. Während sich in der Bevölkerung erst jeder Vierte für Wertpapierthemen interessiert, trifft dies auf jeden zweiten Lehrer zu. Zudem haben bereits knapp zwei Drittel der Pädagogen Geld in Aktien oder Aktienfonds angelegt ­ von der Gesamtbevölkerung ist das bisher nur ein Drittel.

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