Ursachen: Eng und fest

Obwohl Schulterprobleme verschiedene Ursachen haben können, rufen sie oft ähnliche Symptome hervor.

Besonders häufig sind Schmerzen im vorderen Bereich des Schultergelenks, die zunehmen, wenn der Arm seitlich angehoben wird – Sehnen und Schleimbeutel werden dann gequetscht. Charakteristisch sind meist auch nächtliche Schmerzen. Die häufigsten Erkrankungen, die zu Schulterschmerzen führen, betreffen den Raum unter dem knöchernen Schulterdach:

Impingementsyndrom: Auch als „einfache schmerzhafte Schulter“ be­zeichnet. Ein Engpass unter dem Schulterdach, häufig Folge einer Sehnenreizung oder Schleimbeutelschwellung, verursacht die Schmerzen.

Kalkschulter: Die Ursachen von Kalkeinlagerungen im Sehnenansatz sind nicht eindeutig geklärt. Sie können in den Schleimbeutel einbrechen und dort eine Entzündungsreaktion hervorrufen. In der Folge löst sich das Kalkdepot auf. Eine Ausheilung ist meist erst nach mehreren schmerzhaften Schüben zu beobachten.

Riss der Rotatorenmanschette: Aufgrund von Verschleißerscheinungen und Alterungsvorgängen kann es zu Verletzungen der Muskel-Sehnenzüge um den Oberarmkopf und das Schulterblatt kommen. Ein Riss wird häufig als heftiger, stechender oder reißender Schmerz empfunden.

Schultersteife: Auch Frozen Shoulder genannt. Das Bindegewebe der Schulterkapsel kann sich entzünden, die Gelenkkapsel schrumpfen und versteifen. Die Symptome bauen sich langsam auf und werden von stechenden und brennenden Schmerzen begleitet. In der Folge wird die Bewegungsfreiheit der Schulter zunehmend eingeschränkt.

Weitere Ursachen: Gelegentlich lösen akute bakterielle Entzündungen, rheumatische Schübe oder Gicht Schulterschmerzen aus, manchmal auch Veränderungen der Hals- und Brustwir­bel­säule oder Nervenerkrankungen. In sehr seltenen Fällen können Herz- oder Lungenerkrankungen Schmerzen in der Schulter verursachen.

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