So haben wir getestet

Im Test 12 Schulranzen für Schüler ab der ersten Klasse (mit Brust- und Hüftgurt), zusätzlich sechs bauähnliche Modelle im Sicher­heits­test.
Einkauf der Prüf­muster: Oktober und November 2012.
Preise: Anbieterbefragung im Januar 2013.

Abwertung

War die optische Warn­wirkung mangelhaft, konnte das test-Qualitäts­urteil nicht besser sein; war der tägliche Gebrauch befriedigend, konnte das Qualitäts­urteil maximal eine halbe Note besser sein. Für die optische Warn­wirkung hieß es mangelhaft, wenn sie bei Tag und/oder bei Nacht mangelhaft war. Dann verfügen die Ranzen über keine oder nur unzu­reichende fluoreszierende (Sicht­barkeit am Tag) beziehungs­weise retroreflektierende (Sicht­barkeit bei Nacht) Flächen. War die Wasser­dicht­heit mangelhaft, konnte die Halt­barkeit höchs­tens eine Note besser sein.

Täglicher Gebrauch: 50 %

Die ergono­mischen Trageeigenschaften (unter anderem Trage­riemen einschließ­lich des Verlaufs im Hals­bereich, Rücken­gestaltung, Verstell­barkeit der Rückenlänge, Tragen am Griff) haben drei Experten beur­teilt, und zwar mit Brust- und Hüftgurten. Ebenso prüften sie den Verschluss, das Packen und Verstauen von Schulmaterial. Ein Experte beur­teilte dazu auch die Gebrauchs­anleitung und beigefügte Informationen zum Bedienen und zum Anpassen an den Rücken. Drei Mädchen und drei Jungen einer ersten Klasse im Alter von sechs und sieben Jahren benutzten die Ranzen unterstützend (begleitende Beob­achtung). Hinzu kamen Gespräche mit Eltern und Lehrern. Ein Experte prüfte die Stand­festig­keit und Form­stabilität sowie scharfe Ecken und Kanten.

Optische Warn­wirkung: 20 %

Geprüft in Anlehnung an DIN 58124:2010-09. Dazu ermittelten wir den prozentualen Flächen­anteil aller retroreflektierenden und hell leuchtenden Materialien. Die Warn­wirkung bei Tag durch die fluoreszierenden Flächen prüften wir nach künst­licher Alterung durch Xenonlicht. Danach wurde die Strahl­kraft (Farbe und Leucht­dichte) nach DIN EN 471:2008-03 gemessen. Warn­wirkung bei Nacht: Wir über­prüften, ob die retroreflektierende Wirkung des trockenen Materials den geforderten Wert erfüllt und ob die Flächen einen ausreichenden Anteil haben.

Material­eigenschaften: 25 %

Zur Prüfung der Halt­barkeit befüllten wir jeden Ranzen mit einer definierten Beladung (zirka drei Kilogramm). Danach kam er für 24 Minuten in eine mit Teppichboden ausgelegte Fall­trommel. Schäden des Inhalts wurden nach sechs Minuten, Schäden am Ranzen am Schluss der Prüfung ausgewertet. Schnallen unterzogen wir einer Prüfung auf Tritt­festig­keit (Fallenlassen eines Gewichts von 4 Kilogramm aus 20 Zenti­meter Höhe) und auf Temperatur­beständig­keit (30 Minuten Lagerung auf einer 60 Grad warmen Metall­platte). Wasser­dicht­heit: Wir simulierten abweichend von der Norm DIN 58124 einen Land­regen mit hoher Wasser­menge. Dazu ließen wir die Ranzen zehn Minuten lang mit 10 Liter Wasser pro Quadrat­meter und Minute beregnen. Danach ermittelten wir, wie viel Wasser ins Innere und in die Außentaschen einge­drungen war. Außerdem stellten wir den Ranzenin einen Behälter, der einen Zenti­meter hoch mit Wasser gefüllt war, und prüften nach zehn Minuten, ob Wasser in den Boden eindringt. Ein Experte beur­teilte die Reinigungs­möglich­keiten.

Schad­stoffe: 5 %

Wir prüften in Teilen, die Körperkontakt haben können (einschließ­lich der Griffe), ob sie allergisierende Farb­mittel, Weichmacher (Phthalate),Organozinn­verbindungen, poly­zyklische aromatische Kohlen­wasser­stoffe (PAK), Nonylphenolund Nonylphenoleth­oxylate enthalten. Außer bei Nonylphenoleth­oxylaten waren die gefundenen Werte unpro­blematisch.

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