Schulranzen Test

Bis zur Einschulung im Sommer ist noch Zeit. Doch schon jetzt suchen Eltern nach dem passenden Ranzen. Damit die Kleinen auf der Straße gut zu sehen sind, müssen ihre Schulmappen grell leuchten – zu jeder Tages­zeit und bei jedem Wetter. Das schaffen viele nicht. Zehn Modelle der aktuellen Kollektion fallen im Test durch. Auto­fahrer können sie tags­über im Verkehr schlecht erkennen. Eltern sollten deshalb nur einen der acht guten, rundum sicheren Ranzen kaufen.

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TestSchulranzentest 03/2013
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Dino, Einhorn, Monster Truck und Elfe reichen nicht

Schulranzen: Viele Ranzen leuchten nicht

Jetzt kommen sie in die Geschäfte: Bunte Schulranzen für Jungen und Mädchen. Da locken Dinos, Einhörner, Monster Trucks und Elfen. Jedes Kind findet seinen Favoriten. Doch sicher sind die Ranzenmotive häufig nicht. Sie leuchten zu wenig. Das erhöht das Unfall­risiko auf dem Schulweg. Weil Auto­fahrer die Kleinen tags­über schlecht erkennen. Eltern wissen das häufig nicht. Sie wähnen sich auf der sicheren Seite, wenn sie ein Modell mit retroreflektierenden Streifen kaufen. Die Reflex­streifen funk­tionieren aber nur, wenn die Autos mit Licht fahren. Tags­über, bei Niesel­regen und in der Dämmerung müssen die Ranzen zusätzlich grell leuchten. Dafür sorgen fluoreszierende, orangefarbige Signalflächen.

Nur normgerechte Ranzen sind sicher

Wie ein rundum sicherer Schulranzen aussieht, legt die Norm DIN 58124 fest. Danach sollen 10 Prozent der Rück- und Seiten­flächen retroreflektieren: das Licht der Scheinwerfer bei Dunkelheit zurück­werfen. Das ist der Katzen­augen­effekt. Zusätzlich sollen mindestens 20 Prozent fluoreszieren: am Tag und in der Dämmerung weithin aufleuchten. Dafür sind kontrast­reiche, orangerote oder gelbe Flächen vorgesehen – mit hoher Leucht­kraft wie Warn­westen.

Gute und schlechte Ranzen heißen oft genauso

Eltern finden in den Geschäften häufig Ranzen ohne das komplette Sicher­heits­paket. Angeblich wollen Kunden nur modische Ranzen ohne fluoreszierendes Orange – sagen Anbieter. Das Problem: Eltern können sichere und unsichere Modelle schnell verwechseln. Die Ranzen heißen oft genauso, haben die gleichen Motive und kosten ähnlich viel. Das zeigt auch der Test. Sechs der acht guten Modelle haben unsichere „Geschwister“, darunter auch Modelle von Scout und McNeill. Sie verzichten auf leuchtende Signalfarben. Am Tag kann der Auto­fahrer sie schlechter erkennen als ihre normgerechten „Zwillinge“.

Dem Schul­stress sind sie gewachsen

Ranzen müssen einiges aushalten. Kinder schubsen sich damit, lassen sie fallen, stellen sie im Matsch oder auf der Heizung ab. All das macht ihnen wenig aus. Auch die Chemie stimmt. Die Tester haben auf Phthalat-Weichmacher und poly­zyklische aromatische Kohlen­wasser­stoffe (PAK) untersucht – ohne Bean­standungen. Allerdings fanden sie in zwei Griffen erhöhte Mengen an Nonylphenoleth­oxylaten. Die Chemikalie wird unter anderem in der Textilver­arbeitung einge­setzt, ist giftig für Fische und schwer abbaubar. Ob und in welcher Konzentration sie dem Menschen schadet, ist nicht geklärt. Grenz­werte fehlen. Trotzdem haben die Tester die Schad­stoffe kritisch beur­teilt. Es geht ja auch ohne.

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