Schul­pflicht Meldung

Das Ober­landes­gericht (OLG) Hamm hat entschieden, dass ein Jugend­amt eingreifen darf, wenn ein elfjäh­riger Junge dauer­haft nicht zur Schule geht und die Eltern das akzeptieren (Az. 8 UF 75/12). Der Junge hatte bereits in der ersten Klasse mehr als 40 Fehltage. Schul­wechsel brachten nichts und die Eltern lehnten es ab, ihr Kind gegen seinen Willen in die Schule zu schi­cken. Das OLG entzog den Eltern deshalb das Recht zur Regelung der schu­lischen Angelegenheiten. Sie seien nicht willens und in der Lage, die Schul­pflicht durch­zusetzen. Im Hinblick auf die Weigerung des Kindes, zur Schule zu gehen, hätten sie in der Erziehung versagt. Das Gericht verpflichtete die Eltern dazu, ihren Sohn zu moti­vieren und zusammen mit dem Jugend­amt darauf zu achten, dass er der Schul­pflicht nach­komme. Das Kind bleibt weiterhin bei seinen Eltern wohnen.

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