Schulgeld Meldung

Eltern, die ihre Kinder auf private Schulen schicken, können 30 Prozent des Schulgelds als Sonderausgaben steuerlich geltend machen. Für welche Schulen das Schulgeld abgerechnet werden kann, entscheiden dabei die Kultusbehörden der Länder. Bisher erhalten Eltern den Steuerabzug aber nicht für jede Privatschule in Deutschland und im EU-Ausland. Dagegen haben Eltern erfolgreich bis zum Bundesfinanzhof geklagt. Ihr Sohn absolvierte die 11. Klasse als Austauschschüler in einem englischen Internat und konnte die Klasse 12 im deutschen Gymnasium fortsetzen, da die Schulzeit im Ausland angerechnet wurde (Az. X R 62/04). Allerdings hat der Gesetzgeber den Steuervorteil begrenzt: Für Schulgeldzahlungen soll rückwirkend ab dem Jahr 2008 ein Höchstbe­trag von 5 000 Euro gelten. Nach Abzug von Beherbergungs-, Betreuungs- und Verpflegungskosten sind dann 30 Prozent als Sonderausgaben absetzbar. Um den Höchstbetrag ausschöpfen zu können, müssten Eltern also mindestens 16 666 Euro Schulgeld im Jahr zahlen. Diese Regelung soll auch für Schulen im EU-Ausland gelten.

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