Jetzt muss das Finanzamt das Schulgeld abhaken, das Eltern für den Schulbesuch ihrer Kinder im EU-Ausland oder im Europäischen Wirtschaftsraum bezahlen. 30 Prozent der Kosten – ausgenommen Ausgaben für Verpflegung, Betreuung und Übernachtung – zählen als Sonderausgaben. Das hat der Bundesfinanzhof entschieden (Az. X R 62/04).

Bisher wurde nur das Schulgeld für staatlich genehmigte oder nach Landesrecht anerkannte Ersatz- oder Ergänzungsschulen in Deutschland akzeptiert. Doch das verstößt gegen das europäische Gemeinschaftsrecht, urteilte der Europäische Gerichtshof (Az. C-76/05). Durch eine Gesetzänderung will der Gesetzgeber diese Lücke ausbügeln.

Tipp: Für den Steuerabzug muss der Abschluss der Privatschule durch ein inländisches Kultusministerium oder die Kultusministerkonferenz anerkannt sein.

Dieser Artikel ist hilfreich. 359 Nutzer finden das hilfreich.