Ab Januar haben gewerbliche Händler kaum noch Chancen, ihren Kopf aus der Haftungsschlinge zu ziehen, wenn sich nach dem Verkauf Mängel zeigen. Ihre Gewährleistungsfrist wird von sechs Monaten auf zwei Jahre verlängert und die Haftung wird für das erste halbe Jahr nach Übergabe der Kaufsache empfindlich verschärft. Treten im ersten Halbjahr Mängel auf, muss der Verkäufer beweisen, dass die Kaufsache bei Übergabe noch in Ordnung war. Gelingt ihm das nicht, muss er für die Macken geradestehen.

Während der restlichen eineinhalb Jahre muss wie bisher der Kunde beweisen, dass die Kaufsache von Anfang an Fehler hatte. Dann kann er eine neue fordern oder vom Vertrag zurücktreten. Das Gleiche gilt, wenn Montageanleitungen so schlecht sind, dass Schäden beim Zusammenbau programmiert sind.

Ausführlich berichtet Finanztest über die neuen Regeln zu Kauf- und Darlehens- und Werkverträgen sowie zu Verbraucherschutzregeln in den nächsten Ausgaben.

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