Schuldenkrise

Was passiert mit dem Euro?: Der Euro ist nicht schwach

11.05.2010
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Schuldenkrise - Kampf gegen die Hydra

Die schlechten Nachrichten aus Athen haben auch dem Euro einen Dämpfer verpasst. Dabei ist Griechenland eigentlich zu klein, um einen solchen Einfluss zu haben. Doch gegen den Euro rollt eine regelrechte Spekulationswelle. Hedgefonds hätten sich das Jahr 2010 zum Ziel gesetzt, den Euro zu zerschießen, sagen Brancheninsider, und dafür suchten sie sich zunächst das schwächste Glied der Kette aus. Aber viele Anleger sind zuletzt auch aus Angst aus dem Euro in den Dollar geflohen. Allerdings sind auch die USA hoch verschuldet.

Selbst wenn der Euro gegenüber dem Dollar weiter abwertet – als Exportnation profitieren wir von einem schwächeren Euro, weil die Waren, die wir ausführen, dann billiger sind. Rund die Hälfte des Exports verlässt den Euroraum. Allerdings werden die Importe teurer, Benzin zum Beispiel, und auch der Urlaub in der Ferne.

Oft hört man dieser Tage, die Griechen sollten Euroland verlassen. Davon abgesehen, dass das rechtlich nicht ginge, wäre es auch keine gute Lösung. Würde Griechenland wieder die Drachme einführen und diese in der Folge wegen der Wirtschaftsschwäche gegenüber dem Euro abwerten, würde es noch schwieriger, die Schulden zurückzuzahlen. Denn die Schulden blieben ja weiter in Euro bestehen.

Ein Problem in Euroland ist, dass jeder Staat seine eigene Wirtschaftspolitik betreibt und die Sanktionen bei der Nichteinhaltung der Stabilitätskriterien nicht wirklich durchgesetzt werden. „Wir glauben, dass die jetzige Krise ­sogar eine große Chance ist, die Währungsgemeinschaft für die Zukunft auf sicherere Beine zu stellen“, sagt Johannes Müller von der DWS, der Fonds­gesellschaft der Deutschen Bank.

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