Schuldenkrise Meldung

Anleihen des griechischen Staates können nicht nur in den Depots von Banken und Versicherern liegen, sondern auch in denen privater Anleger. Auch für sie könnte der freiwillige Schuldenschnitt gelten, den die Staats- und Regierungschefs Ende Oktober für Gläubiger wie Banken und Versicherungen vorgeschlagen hatten. Diese sollen auf 50 Prozent ihres Geldes verzichten.

Für private Anleger sind zwei Varianten denkbar:

  • Der griechische Staat unterbreitet voraussichtlich bis Anfang 2012 ein Tauschangebot, teilte der Branchenverband Deutsche Kreditwirtschaft mit. Griechenland bietet dann neue Anleihen an, deren Wert aber um 50 Prozent gegenüber den alten reduziert ist. Mit der Annahme würden Anleger auf die Hälfte ihres dem griechischen Staat geliehenen Geldes verzichten. Das Umtauschangebot ist freiwillig. Was passiert, wenn Anleger nicht annehmen, ist offen. Wer den Schuldenschnitt ablehnt, wettet darauf, dass Griechenland in Zukunft wieder zahlungsfähig wird. Geht die Wette nicht auf, könnten schlimmstenfalls Anleger ihr Geld komplett verlieren.
  • Alternative: Für Anleger gilt beim Schuldenschnitt eine Ausnahme. Der griechische Staat würde seine Zahlungsverpflichtungen Kleinanlegern gegenüber vollständig erfüllen. Problem: Zwischen ihnen und anderen Investorengruppen ist schwer zu unterscheiden.

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