Tipps

Berechtigung. Lassen Sie sich Dokumente zeigen oder schicken, die belegen, dass das Inkassobüro das Geld für sich selbst oder eine andere Firma eintreiben darf (Abtretungserklärung oder Inkassovollmacht).

Detailabrechnung. Fordern Sie eine genaue Aufstellung der Forderungen mit extra auszuweisenden Kosten.

Haustür. Unterschreiben Sie nichts an der Tür, vor allem keine Schuldanerkenntnisse. Sie könnten damit unberechtigte Forderungen anerkennen.

Beratung. Zahlen Sie im Zweifel nichts, ohne eine Schuldnerberatung, Verbraucherzentrale oder einen Anwalt zu konsultieren. Die Experten prüfen, ob die Forderung und die Gebühren berechtigt sind. Das lohnt sich besonders bei Forderungen ausländischer Inkassobüros. Denn oft dürfen diese in Deutschland kein Geld einziehen.

Adressen. Schuldnerberatungen in Ihrer Nähe nennt die Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung e. V. in Kassel, Tel. 05 61/77 10 93, Internet: www.bag-schuldnerberatung.de.

Methoden. Melden Sie unseriöse Inkassomethoden dem Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen e. V. Er verfolgt die schwarzen Schafe im Gewerbe (Tel. 0 40/2 80 82 60). Erstatten Sie sofort Anzeige bei der Polizei, wenn Sie von Inkassofirmen bedroht werden.

Literatur. Wer Schuldenprobleme hat, kann die Broschüre "Weg mit den Schulden!" bestellen. Es gibt sie für 23 Mark (inklusive Versand) bei der Verbraucher-Zentrale NRW, Versandservice, Adersstraße 78, 40215 Düsseldorf, Tel. 0 180 5/00 14 33.

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