Geht ein behindertes Kind in eine Regelschule, muss die Kommune die Kosten für einen Schul­begleiter über­nehmen, wenn dieser den Kern­bereich der pädagogischen Arbeit nicht berührt. Das entschied das Bundes­sozialge­richt (BSG) (Az. B 8 SO 8/15 R). Konkret ging es um ein Mädchen mit Downsyndrom, das eine Regelschule besuchte. Die Kosten für den Schul­begleiter wollte der zuständige Land­kreis nicht zahlen. Zu Unrecht, entschied das BSG: Kann ein geistig behindertes Kind die individuell auf seine Fähig­keiten und Fertigkeiten abge­stimmten Lern­inhalte ohne Hilfe nicht verarbeiten und umsetzen, muss die Kommune zahlen, da dies kein Kern­bereich allgemeiner Schul­bildung sei.

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