Wenn ein Lehrer auf einer Schul-Home­page einen urhe­bergeschützten Cartoon veröffent­licht, muss das Land für die Urheber­rechts­verletzung haften. So hat das Ober­landes­gericht Frank­furt entschieden (Az. 11 U 153/16). Der Schulleiter einer hessischen Grund­schule beauftragte einen Lehrer mit der Betreuung der Home­page. Der Lehrer veröffent­lichte dort einen Cartoon, ohne die Erlaubnis des Cartoo­nisten einzuholen. Der forderte Schaden­ersatz und die Zusage des Landes, dass die Zeichnung nicht mehr veröffent­licht wird. Das Frank­furter Land­gericht hatte die Landes­regierung bereits zu Schaden­ersatz in Höhe von 750 Euro und zur Unterlassung verpflichtet. In der Berufung unterlag das Land erneut. Das Ober­landes­gericht urteilte: Die Inhalte einer Schul-Home­page liegen im Verantwortungs­bereich des Landes. Der Lehrer und auch der kommunale Schul­träger haften nicht.

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