Unser Rat

Anfordern. Die Schufa (Schutz­gemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) speichert Finanz­daten von rund 67 Millionen Bürgern. Sie haben das Recht zu erfahren, welche Daten das in Ihrem Fall sind. Nehmen Sie dieses Auskunfts­recht wahr. Einmal im Jahr können Sie kostenlos per Post eine Eigen­auskunft anfordern, die „Daten­über­sicht nach Paragraf 34 Bundes­daten­schutz­gesetz“. Sie können ein Bestell­formular herunter­laden (meineschufa.de) oder formlos einen Antrag stellen. Fordern Sie damit auch die „aktuellen Wahr­scheinlich­keits­werte“ zur Kreditwürdig­keit an und die Namen der Firmen, denen diese in den letzten zwölf Monaten gemeldet wurden.

Aufpassen. Ignorieren Sie auf dem Bestell­formular für die Daten­über­sicht den Kasten „Alternativ, Bonitäts­auskunft 29,95 Euro“. Diese Auskunft benötigen Sie nur für mögliche Vertrags­partner wie Vermieter, die wissen wollen, ob Sie zahlungs­fähig sind.

Wissen. Das Bestell­formular reicht zum Anfordern. Nur wenn die Auskunftei Ihre Identität nicht zweifels­frei fest­stellen kann, verlangt sie eine Ausweiskopie. Sie können alle Daten schwärzen, die die Schufa nicht braucht, wie die Nummer Ihres Ausweises oder Ihr Foto.

Korrigieren. Stimmen einzelne Daten nicht, lassen Sie diese korrigieren. Dafür genügt ein formloses Schreiben an die Schufa oder das Unternehmen, das den Fehler verursacht hat. Beschreiben Sie konkret, was falsch ist. Wenn möglich, legen Sie gleich Beweise dafür bei.

Helfen. Wenn Sie Ihr Anliegen nicht klären können, wenden Sie sich an den Ombudsmann der Schufa oder an den Datenschutzbeauftragten von Hessen.

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