Wer bei der Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung (Schufa) über eine so genannte Eigenauskunft die über ihn gespeicherten Einträge abfragen will, muss künftig deswegen keine negativen Folgen mehr befürchten. „Ab 1. Juli 2002 wird kein Score mehr übermittelt, der eingeholte Eigenauskünfte berücksichtigt“, erklärt Karin Fotheringham von der Schufa.

Der Score ist eine Zahl zwischen 1 und 1 000, die die Schufa seit 1997 Banken, Leasingfirmen und Telefongesellschaften auf Wunsch zusätzlich zur klassischen Auskunft über das bisherige Kreditverhalten mitteilt. Der Score wird aus den bei der Schufa gespeicherten Daten errechnet. Er soll helfen, das Zahlungsverhalten des Kunden in der Zukunft abzuschätzen.

Finanztest hatte anhand eines Falles dargestellt, wie mehrere bei der Schufa registrierte Eigenauskünfte den Score eines Betroffenen verschlechterten. Daraufhin forderten Datenschützer die Schufa auf, die Scoreberechnung so zu ändern, dass die datenschutzrechtlich verbürgte Eigenauskunft keine negativen Folgen mehr hat. Zwei Jahre später ist das geschehen.

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